Schausteller sind bislang sehr zufrieden

Publikumsmagnet im Herzen Kassels: Es läuft auf dem Weihnachtsmarkt

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Holzspielzeughändler Thomas Ranft hat seinen Stand auf dem Kasseler Königsplatz.  

Kassel. Wenn es heute so voll wird in der Innenstadt wie am vergangenen Samstag, ist Konrad Ruppert mehr als zufrieden. „Da hatten wir ja eine Völkerwanderung durch die Stadt.“

Das mag auch an dem kalt-trockenen Wetter gelegen haben. Das lädt die Menschen dazu ein, an einem der Glühweinstande auf dem Weihnachtsmarkt zu verweilen.

Am Stand von Ruppert im so genannten Wald auf dem Friedrichsplatz ist schon um die Mittagszeit sehr viel los. „Ich muss jeden Mittag um 12 Uhr das Feuer anzünden, weil die Nachfrage so groß ist, sagt der Unternehmer aus Bad Wildungen, der seit Jahren Glühwein verkauft. „Ab den ersten Adventwochenende sind die Besucherzahlen richtig bergauf gegangen“, sagt Ruppert.

Diese positive Resonanz hat Birgit Kuchenreiter, Sprecherin von Kassel Marketing, von vielen Schaustellern bekommen. Dass zur Halbzeit 1,1 Millionen Besucher den Märchenweihnachtsmarkt bereits besucht haben und damit der Besucherrekord von 2,25 Millionen Gästen in diesem Jahr erreicht werden könnte, führt Kuchenreiter darauf zurück, dass „sämtliche Parameter“ bislang hervorragend waren.

Hohe Aufenthaltsqualität

Sind sehr zufrieden: Konrad und Gabi Ruppert verkaufen Glühwein.

Sie spricht damit das trockene Wetter ohne große Glatteisphasen, die Länge des Marktes mit 37 Tagen sowie die Verbesserung der Dekoration an, die auch zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität führe. Als Beispiel nennt Kuchenreiter das neue Beleuchtungskonzept auf dem Königsplatz an der Tannen und den Plantanen. Zudem werde das Programm sehr gut angenommen. Besucherrekorde habe es zum Beispiel beim Posaunenchortreffen und beim Glowesabend gegeben. Kuchenreiter setzt zudem auf den Zirkus Flic-Flac, der ab Donnerstag Vorstellungen auf dem Friedrichsplatz gibt. Die Besucher des Zirkusfestivals würden auch den Kasseler Weihnachtsmarkt bereichern. „Gerade dieses Zusammenspiel von Zirkus und Märchenweihnachtsmarkt ist ein besonderer Anziehungspunkt für einen vorweihnachtlichen Besuch in Kassel.“

Kassel Marketing werbe seit fünf Jahren bei den Weihnachtsmessen in Leipzig und Essen für den Markt. Laut einer Befragung im Jahr 2014 reisten damals bei einer Besucherzahl von rund zwei Millionen rund 48 000 Gäste mit dem Bus an. Kuchenreiter geht davon aus, dass die Zahl der auswärtigen Gäste weiter steigt.

Der Parkplatz ist voll: Vor dem Naturkundemuseum halten die Reisebusse, die die Besucher nach Kassel auf den Weihnachtsmarkt bringen.

Dass vermehrt Gruppen mit Bussen anreisen, merkt auch Schaustellerin Camilla Wunderle an den vielen Dialekten. Wunderle, die gebrannte Mandeln und andere Nüsse verkauft, ist mit den Geschäften sehr zufrieden. Vor allen Dingen die vier zusätzlichen Öffnungstage zwischen den Jahren seien sehr gut, da die Besucher dann entspannt seien.

Verkäufer von Glühwein und Mandeln müssen die Konkurrenz aus dem Internet nicht fürchten. Anders sieht es bei Thomas Ranft aus, der Holzspielzeug auf dem Königsplatz verkauft. „Wir haben mit dem Internet ganz schön zu kämpfen.“ Er freue sich jedenfalls über jeden netten Kunden, der an seinen Stand komme. „Einige kaufen ja dann doch etwas.“

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