Stadt: Zu viele Konflikte und Unfälle

Radfahren auf Königsstraße ist jetzt tabu

Kassel. Die Fußgängerzone in der Innenstadt ist künftig rund um die Uhr für Fahrradfahrer tabu.

Bisher mussten Radfahrer in der Oberen und Unteren Königsstraße nur tagsüber absteigen und schieben – abends ab 19 Uhr und bis 11 Uhr am Morgen war das Radfahren erlaubt. Ab Montag, 12. Januar, gilt nun ein absolutes Radfahr-Verbot auf der Königsstraße. Das teilt die Stadt Kassel mit. Grund für das Verbot sei, dass es in der Vergangenheit in der Fußgängerzone vermehrt zu Unfällen und Beschwerden gekommen sei.

Damit wird eine Regelung rückgängig gemacht, die seit 2009 galt: Damals hatte die Stadt das Radfahren in der Oberen und Unteren Königsstraße in der Zeit zwischen 19 und 11 Uhr zugelassen. „Diese Freigabe führt nun in zunehmendem Maße zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Fußgänger beschwerten sich verstärkt über rücksichtsloses und gefährdendes Verhalten einzelner Radfahrer, vor allem im Bereich der stark frequentierten Straßenbahnhaltestellen. Auch zu Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern sei es gekommen.

Zudem werde die zeitliche Beschränkung von vielen Radfahrern mittlerweile missachtet, so die Beobachtungen der Stadtverwaltung. Auch zu den Zeiten des höchsten Fußgängeraufkommens - zum Beispiel samstags - gebe es einen regen Radverkehr in der Fußgängerzone. „Im Interesse der Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer wird daher die zeitlich begrenzte Freigabe für den Radverkehr wieder aufgehoben“, heißt es in der Pressemitteilung. Das Verbot werde kontrolliert.

Natürlich kommt man auch weiterhin mit dem Fahrrad durch die Stadt: Der Radverkehr kann sich parallel zur Königsstraße über die Neue Fahrt, Wolfsschlucht und Mauerstraße bewegen. Zudem dürfen Radfahrer wie bisher die Königsstraße an vier Stellen überqueren: an der Wilhelmsstraße, an der Opernstraße, am Königsplatz und an der Hedwigstraße. (rud)

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