Teststrecke ist für Rheinmetall von hohem Wert

Rheinmetall: Noch mehr Panzer-Testfahrten in Kassel? Anwohner fürchten Lärm

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Teststrecke für Panzer: Rheinmetall benötigt mehr Platz für Probefahrten und erwägt, eine weitere Teststrecke am Werk Mittelfeld zu bauen.

Gibt es bald noch mehr Testfahrten mit Panzern in Kassel? Der Rüstungskonzern Rheinmetall plant eine zusätzliche Teststrecke am Werk Mittelfeld. Die Anwohner protestieren.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall möchte seine Teststrecke am Kasseler Werk Mittelfeld erweitern. Gerüchte darum kursieren bereits seit Monaten, unter anderem in der Nordstadt. Anwohner machen sich Sorgen, dass sich auch die Lärmbelastung bei Probefahrten der Panzerfahrzeuge entsprechend erhöht. Selbst am Hegelsberg seien die Panzer während der Testfahren noch zu hören.

Im Ortsbeirat Nord-Holland informierte Ortsvorsteher Hannes Volz nun, dass bei der Stadt noch keine Bauanträge von Rheinmetall eingereicht seien. Die Stadtteilvertreter forderten, dass sowohl der Ortsbeirat als auch die Öffentlichkeit zeitnah informiert und beteiligt werden, sobald es Neuigkeiten gibt.

Auf Anfrage der HNA bestätigte Rheinmetall, dass derzeit die Möglichkeiten geprüft würden, auf dem vorhandenen Gelände eine weitere Teststrecke anzulegen. Dort sollten ausschließlich Radfahrzeuge – keine Kettenfahrzeuge – getestet werden, betonte Sprecher Oliver Hoffmann. Im Mittelpunkt stehe die Erprobung der Lenkfunktionen. 

„Die Teststrecke am Rheinmetall-Standort Kassel ist für unser Unternehmen und für unsere Kunden von hohem Wert“, schreibt er. „Damit die von uns gebauten Fahrzeuge die Straßenzulassung erhalten können, sind wir gegenüber dem Kunden dazu verpflichtet, sie vor der Auslieferung zu erproben. Die Kapazitäten der vorhandenen Strecke reichen dazu heute nicht mehr in vollem Umfang aus.“

Als Ergänzung erwäge man eine weitere kreisförmige Fahrbahn. „Zu dem Projekt stehen wir mit den zuständigen Behörden in einem Austausch“, so der Konzernsprecher. Eine Entscheidung über einen möglichen Ausbau sei noch nicht gefallen. Sie werde in jedem Fall unter Beachtung aller Umweltauflagen getroffen, insbesondere auch im Hinblick auf den Lärmschutz.

„Sobald etwaige Pläne konkret werden, werden wir die Öffentlichkeit informieren“, versicherte der Sprecher. Ein einvernehmliches Miteinander mit der Nachbarschaft sei Rheinmetall wichtig.

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