Neuer Coffee Store mit italienischem Flair

Kassels "Fressmeile" wächst: Im Herbst eröffnet Salotto 1828 am Opernplatz

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Neueröffnung im Herbst: In die unter Denkmalschutz stehende Immobilie zieht ein Coffee Store mit 120 Sitzplätzen ein.

Wer sich früher in Kassel neu einkleiden wollte, der ging oft in die Opernstraße. Heute ist die Straße Kassels "Fressmeile". Mit dem Salotto eröffnet eine weitere Gastronomie.

Soho Zoo, Loose, Bogner – einige der bekanntesten Namen, die an der zentralen Adresse in den vergangenen Jahrzehnten ansässig waren. Nach und nach gaben die Inhaber auf. Die Opernstraße war von Geschäftswechseln und Leerstand geprägt.

Mittlerweile zeigt sich ein anderes Bild: Die Straße wird immer mehr zu Kassels „Fressmeile“. Im Herbst zieht in den imposanten Bau mit der auffälligen Glasfassade ein weiterer Gastronomiebetrieb ein: das Salotto 1828.

Noch gleicht der hohe Raum, in dem zuletzt ein Laden mit Sonderposten untergebracht war, einer Baustelle. Aber wenn man Dennis Küpke zuhört, kann man sich schon vorstellen, was der 35-Jährige dort geplant hat. Als Coffee Store mit internationalem Flair beschreibt er sein neues Projekt.

Selbstgerösteter Kaffee

„Auch wenn man es mir nicht ansieht: Ich habe italienische Wurzeln“, sagt der rothaarige Küpke und lächelt. Deshalb wird es im Salotto neben selbstgeröstetem Kaffee auch italienische Kleinigkeiten geben. Ein bisschen soll man sich fühlen wie in Little Italy, dem italienischen Stadtviertel von New York.

Küpke ist gebürtiger Bielefelder und in der Gastronomie aufgewachsen. Seine Eltern haben dort mehrere Restaurants. Das Salotto, das er zusammen mit seinem Geschäftspartner Giuseppe Fracasso betreibt, ist nicht sein erstes Projekt. Allerdings das erste in Kassel.

Von der Lage begeistert: Dennis Küpke betr eibt das Salotto zusammen mit seinem Partner Giuseppe Fracasso.

Wie er auf die denkmalgeschütze Immobilie gekommen ist? „Ein großer Zufall“, sagt er. Ein Freund von ihm hat einen Laden in unmittelbarer Nähe eröffnet. „Als ich meine Kumpel in Kassel besucht und erfahren habe, dass der vorherige Mieter auszieht, stand für mich schnell fest, dass ich diese Immobilie haben muss“, sagt Küpke.

Noch viel zu tun

Vor der Eröffnung gibt es allerdings noch jede Menge zu tun. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wird auf zwei Etagen komplett saniert. Ein früherer kleiner Innenhof wird integriert. Dort werden eine neue Küche und Toilettenanlagen eingebaut.

Anschließend wird das Salotto auf zwei Etagen mehr als 120 Sitzplätze bieten. Auch ein Außenbereich ist geplant. Geöffnet sein soll vom frühen Morgen bis gegen 22 Uhr. „Wir wollen den Pendler auf dem Weg zur Arbeit genauso mitnehmen wie denjenigen, der nach Feierabend einen Wein bei uns trinken will“, sagt Küpke. Das Salotto soll ein „Bindeglied zwischen Arbeit und Zuhause“ werden. Deshalb soll es auch möglich sein, dort am Laptop zu arbeiten. Damit wollen die Betreiber Schüler und Studenten ansprechen.

Der Betrieb wird ähnlich ablaufen wie bei bekannten Ketten wie Starbucks. Der Kunde holt sich seine Bestellung selbst an der Theke und bringt sie an seinen Tisch. Eine Bedienung gibt es im Salotto nicht.

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