Kasseler Aidshilfe ruft zu einer Kundgebung auf 

Samstag wird auf Königsplatz für Vielfalt demonstriert

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Kassel. Der Königsplatz ist am kommenden Samstag, 25. April, erneut Schauplatz einer Demonstration. Die Kasseler Aidshilfe ruft ab 14 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Motto „Für Vielfalt und ein buntes Miteinander in Kassel“ auf.

Unterstützt wird der Aufruf von vielen Parteien und Gruppen. Sie setzen sich ein „für eine emanzipatorische und verantwortungsvolle Sexualpädagogik, für die Vermittlung der Gleichwertigkeit von Hetero-, Bi- und Homosexualität (...) sowie für das Selbstverständnis, eine selbstbestimmte Sexualität – auch abseits der heterosexuellen Norm leben zu können“.

Anlass für die Demonstration sollte eine Kundgebung der bundesweiten Initiative „Besorgte Eltern“, die ursprünglich ebenfalls am Samstagnachmittag auf dem Königsplatz stattfinden sollte. In der Zwischenzeit haben die „Besorgten Eltern“ ihre Kundgebung jedoch abgesagt. Diese Absage werte die Aidshilfe als Erfolg der bisherigen Bemühungen, sagte Andrea Görmer, Leiterin der Kasseler Geschäftsstelle. Auch in anderen Städten hätten die „Besorgten Eltern“ ihre Kundgebungen abgesagt, nachdem es Gegenwind gegeben hatte.

Nach Darstellung der Aidshilfe setzen sich die „Besorgten Eltern“ gegen die so von ihnen benannte „Frühsexualisierung von Kindern“ ein, die sie unter anderem in Bildungsplänen glauben entdeckt zu haben. Unter dem Deckmantel des „Kinderschutzes“ würden sie Bildungsarbeit als „Sexualisierung von Kindern in Kita und Grundschule“ verunglimpfen und würden damit Unsicherheit bei Eltern und Pädagogen schüren. Es gebe Belege, dass die „Besorgten Eltern“ von rechtskonservativen und rechtsextremen Strukturen Unterstützung erhalten. Im Zuge bisheriger Demonstrationen seien immer wieder fundamentalistische Christen, rechte Verschwörungstheoretiker sowie Mitglieder von rechten Gruppen und Parteien aufgetreten.

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