Schlussverkauf in Kassel: Kaufleute mit dem Start zufrieden

Kassel. In den Schaufenstern der Geschäfte locken rote Schilder mit Reduzierungen. Nach und nach tauschen die Läden nun die Winterware gegen die neuen Frühlingskollektionen aus.

Der Start des Schlussverkaufs ist nach Angaben der Kasseler Händler gut angelaufen.

Auch wenn es keinen gesetzlichen Schlussverkauf in Deutschland mehr gibt, reduzieren die Geschäfte ihre Artikel nahezu zeitgleich. „Weihnachtsschlussverkauf“ oder „Sale“ ersetzt den altbekannten Winterschlussverkauf „WSV“, der den meisten Kasselern noch im Gedächtnis ist.

Die Geschäftsleiterin von Sinn-Leffers Kassel, Sabine-Amelie Alt, ist unterm Strich zufrieden mit den Verkäufen nach Weihnachten. Das Modehaus wirbt momentan mit der Aktion „Vorhang auf zum Saisonfinale“ und bietet den Kunden bis zu 30% auf bereits reduzierte Ware. „Die Frequenz zwischen den Jahren war hervorragend. Eine kleine Verschiebung gibt es lediglich in der zweiten Ferienhälfte. Es sieht so aus, als seien viele Leute verreist“, sagt Sabine-Amelie Alt.

Dass der Schlussverkauf gut angelaufen ist, findet auch Petra Feist-Dietrich, Sprecherin des Vereins City-Kaufleute aus Kassel. „Der Rotstift wurde im Handel direkt nach Weihnachten angesetzt, früher als sonst. Der Druck, die Winterkleidung zu verkaufen, ist jetzt natürlich da. Einige kalte Tage würden uns da guttun“, sagt Feist-Dietrich. Insbesondere Kleidung für den Skibereich, aber auch Winterschuhe und Jacken sind noch zu haben. Viele Kunden kämen auch aus dem Umland in die documenta-Stadt, um jetzt die „gute Gelegenheit, Schnäppchen zu machen“, zu nutzen. Erste Frühlingsware wandere bereits in die Auslagen und werde ebenfalls nachgefragt, sagt Petra Feist-Dietrich. „Die Kunden wollen etwas frisches Neues.“

Auch die Geschäftsführerin vom Lederhaus Schumann am Königsplatz ist sehr zufrieden mit dem Umsatz. „Es kommen vor allem Kunden, die qualitätsbewusst einkaufen und Service schätzen“, so Antje-Gudrun Russo.

Die Stimmung bei den Käufern ist dagegen geteilt. Vielen fehlt nach dem Kauf der Weihnachtsgeschenke nun das Geld, um Neues einzukaufen. Andere wiederum haben Geld geschenkt bekommen, was sie nun ausgeben. Dabei suchen sie nicht immer nach bestimmten Artikeln. Das rote Schild lockt allgemein gern zum Kaufen, wie eine Umfrage der HNA in der Kasseler Innenstadt ergab. Preisnachlässe von bis zu 70 Prozent seien „eine gute Gelegenheit, das eine oder andere Teil zu kaufen, auf das im Dezember verzichtet wurde“, sagt eine Kundin. (rro/kmn)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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