Jadegrüne Eier von speziellen Hühnerrassen

Das schmeckt zu Ostern: Anregungen fürs Feiertagsmenü in der Markthalle  

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Noch nicht aus Deutschland, dafür aber bio: Am Gemüsestand „Timo & Jana“ hat Gudrun Baake schon Spargel im Angebot, der in Griechenland geerntet wurde. Die hiesige Spargelsaison dürfte etwa Mitte April beginnen.Bei Regina Schmitz sind Lammfleisch und Kaninchen besonders gefragt.

Kassel. Die Tage vor dem Osterfest sind Großkampftage in der Kasseler Markthalle: Händler geben Tipps für das Feiertagsmenü.

Wenn die Kunden für ihre Festmenüs einkaufen und an den Ständen die ersten Frühlingsprodukte locken, ist der Andrang an den Ständen besonders groß. Erste saisonale Köstlichkeiten wie Bärlauch sind bereits im Angebot, doch auf den begehrten deutschen Spargel müssen Genießer an diesem Osterfest noch weitgehend verzichten.

Der werde in etwa zwei Wochen erwartet, "wenn das Wetter beständig bleibt“, schätzt Marktfrau Gudrun Baake. Am Bio-Gemüsestand „Timo & Jana“ hat sie dennoch einige Stiegen des Stangengemüses in Grün und Weiß im Angebot.

Griechischer Bio-Spargel

Dieser Spargel kommt aus Griechenland, „er ist nicht ganz so reinweiß und schmeckt etwas kräftiger“, sagt die Händlerin. Und es sei Bio-Qualität. Zwar sei auch schon vereinzelt deutscher Spargel erhältlich, der sei dann aber unter Folie und auf geheizten Böden gezogen – „das wollen unsere Kunden aber nicht, sondern Ware, die natürlich und frei gewachsen ist“. Der Griechen-Spargel sei „ein guter Kompromiss“ und auch bezahlbarer als die ersten teuren Treibhaus-Stangen. 

Schön bunt: Am Eierstand Reuschel bei Christoph Bremer kann man hübsch gestreifte Ostereier kaufen.

Was zu Ostern auf jeden Fall in den Einkaufskorb gehört: Eier, frisch vom Huhn oder schon fertig gefärbt. Am Stand der Eier-Großhandlung Reuschel aus Bad Arolsen gehen derzeit vier, fünf Mal mehr Eier als gewöhnlich über den Verkaufstresen, sagt Mitarbeiter Christoph Bremer und weist auf eine Besonderheit hin: Üblicherweise würden 80 Prozent der Kunden zu braunen Eiern greifen („die werden wohl für gesünder gehalten“). Vor Ostern aber kehre sich das um, weil zum Färben eher weiße Eier genommen werden.

Eier auch im Streifenmuster

„Vor allem weiße Bio-Eier sind sehr gefragt und werden schon knapp.“ Dabei spiele die Farbe der Schale – die von der Hühnerrasse abhängt – gar keine Rolle, erklärt Bremer. Geschmack und Nährstoffgehalt seien gleich, auch braune Eier ließen sich gut färben. „Die Farbe fällt dann nur etwas kräftiger aus.“ Für Kunden, die das nicht selbst machen wollen, lässt die Firma Reuschel bei einer Spezialfirma in Westfalen Zehntausende Eier vor Ostern bunt färben – per Sprühverfahren auch mit Streifenmuster. Für besonders originelle Ostereier bietet die Firma Reuschel derzeit außerdem Eier mit natürlich jadegrüner Schale an, die von bestimmten Hühnerrassen gelegt werden.

Regina Schmitz an ihrem Fleischerstand  im Untergeschoss des Marstalls.

Traditionell kommt bei vielen Familien zu Ostern ein Lammbraten auf den Tisch. „Das ist ein Klassiker wie die Gans zu Weihnachten“, sagt Regina Schmitz an ihrem Stand im Untergeschoss des Marstalls, der Geflügel, Wild und andere regionale Fleischwaren im Angebot hat.

Von Lammkarree bis Kaninchenbraten

Üblicherweise lasse ihr Betrieb zwei bis drei Lämmer pro Woche schlachten, berichtet die Markthändlerin. Jetzt vor Ostern seien es etwa zehn. Am liebsten werde ein Braten aus der Lammkeule gekauft. „Auch das Lammkarree ist sehr begehrt“, sagt Regina Schmitz. Und was vor Ostern auch gern als Festmenü genommen werde, sei Kaninchenbraten. Da kann man nur hoffen, dass der Osterhase eher ins Nest als in die nordhessischen Töpfe schaut.

Markthalle Kassel, Wildemannsgasse 1, am Samstag geöffnet von 7 bis 14 Uhr.

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