Weitere Spiele in Planung

Schnapp die Möpse: Kasseler entwickelt tierisches Kartenspiel

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Sind ein gutes Team: Labrador-Hündin Leica diente Spieleentwickler David Rimbach und seiner Freundin Lisa Brancazzu als Inspiration für das Kartenspiel „Schnapp die Möpse.

Es ist bunt, fröhlich und mopsig: Der Kasseler David Rimbach hat ein witziges Kartenspiel entwickelt, in dem die beliebte Hunderasse die Hauptrolle spielt.  

"Ich mag Möpse. Sie sind immer fröhlich und auch ein bisschen bekloppt“, sagt David Rimbach. Deshalb hat der 33-jährige Kasseler die Hunderasse als Protagonist für sein Kartenspiel ausgewählt. „Schnapp die Möpse“ heißt die Eigenentwicklung, die der gelernte Werbefotograf von seiner Wohnung im Stadtteil Wehlheiden aus vertreibt. „Außerdem ist der Wortwitz einprägsam“, sagt er verschmitzt.

Was im Sommer 2017 klein begann, ist inzwischen mehr als ein Hobby. Damals hatte Rimbach, der selbst großer Spielefan ist, die Idee zu dem Kartenspiel. Die Spieler sollten versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, während ihre Mitspieler versuchen, sie durch taktische Spielzüge daran zu hindern.

Rimbach beschriftete Blanko-Karten per Hand – noch ohne Mops – und testete das Spiel mit zahllosen Freunden. „Dabei hatten immer alle viel Spaß und ich dachte, mit dem richtigen Design könnte das was werden.“

Bunt und süß sind die Spielkarten von „Schnapp die Möpse“ und der Erweiterung „Rainbow Wars“.

Der 33-Jährige ging das Risiko ein und investierte. Er zeichnete die Möpse, tüftelte weiter und verbesserte das Spiel so lange, bis er den Druck in Auftrag gab. Als Inspiration diente ihm sein Labrador Leica. Die Lebensfreude und die typischen Verhaltensweisen der siebenjährigen Hundedame finden sich in vielen der Mopsmotive wieder.

Von den 12.000 aufgelegten Spielen sind ein Jahr nach Verkaufsbeginn schon 4000 Exemplare verkauft. Seit zwei Wochen ist eine Erweiterung zu „Schnapp die Möpse“ auf dem Markt. Die Karten von „Rainbow Wars“ (deutsch: Regenbogen-Kriege) sind aufwendiger und bunter gestaltet. Darauf fliegen Möpse durchs Weltall oder verkörpern den römischen Liebesgott Amor mit Herzpfeil und Bogen. Und es gibt auch Bösewichte wie die Regenbogenkatze und den fiesen Floh. „Da haben wir viel Liebe reingesteckt“, sagt Rimbachs Freundin Lisa Brancazzu. Die 29-jährige Produktmanagerin kommt aus dem Marketingbereich. Sie unterstützt Rimbach und lässt immer wieder Ideen in die Spiele und deren Vermarktung einfließen.

Und auch die Fans von „Schnapp die Möpse“ haben Impulse gegeben. Rimbach, der auch andere Spieleentwickler berät, ruft dazu auf der Internetseite seines kürzlich gegründeten Verlags Hodari Spiele auf. Vier Vorschläge hat er direkt umgesetzt, darunter den Amor-Mops und den fiesen Floh.

Auch wenn die süßen Mopsmotive es vermuten lassen, das Kartenspiel ist kein Kinderspiel. „Man muss das Spiel verstehen und taktieren können. Ich empfehle es ab einem Alter von 13 Jahren“, sagt Rimbach.

Inzwischen hat er ein kleines Lager zur Aufbewahrung der Tausenden Kartenspiele angemietet. Kommende Woche erwartet er die nächste Lieferung von 4000 Exemplaren seines neuen Spiels „Sei keine Pussy“. „Es ist ein Partyspiel“, sagt Rimbach. Mehr verrät der 33-Jährige noch nicht. Darüber hinaus hat er Ideen für mehrere weitere Spiele.

„Schnapp die Möpse“ ist bislang nur im Online-Handel erhältlich. Rimbachs Traum ist, dass auch der Einzelhandel seine Spiele ins Sortiment aufnimmt. Der Marktführer für Spielkarten in Deutschland, der ASS Spielkartenverlag, hat zumindest bereits Interesse an der Produktion signalisiert.

So funktioniert's: Möpsemopser mopsen so viele Möpse wie möglich

„Schnapp die Möpse“ besteht aus 54 Spielkarten – davon 13 Mops- und 41 Aktionskarten. Bei den Mops-Karten gibt es den Mops (er zählt einen Punkt), den Doppelmops (zwei Punkte) und den Einhornmops (ein Punkt, er kann aber nicht geklaut werden). Gespielt wird mit zwei bis fünf Spielern, den sogenannten Möpsemopsern. Jede Spielrunde dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Jeder Möpsemopser erhält fünf Karten. Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Jeder Spielzug beginnt mit dem Ziehen einer Karte vom Ziehstapel. 

Anschließend dürfen die Spieler eine Aktionskarte ausspielen. Die Anweisungen dazu stehen auf jeder Spielkarte. Mit einigen Aktionskarten können die Spieler mehr als eine Karte vom Ziehstapel ziehen. Andere zwingen sie dazu, ihre Karten einem anderen Spieler zu überlassen oder sie komplett abzulegen. 

Mit wieder anderen Aktionskarten können sie die Karten von anderen Möpsemopsern mopsen. Um den Aktionskarten ausweichen zu können, gibt es die Mops-sagt-Nein-Karte. Sie darf zu jeder Zeit von jedem Spieler eingeworfen werden. Die Spielrunde endet, wenn der Ziehstapel durchgespielt ist. Gewonnen hat, wer die meisten Möpse auf der Hand hat.

schnapp-die-moepse.de hodari-spiele.de/shop.html

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