Weihnachten lief Bewerbungsfrist ab

Sieben Kandidaten wollen Oberbürgermeister in Kassel werden

Aus vier Kandidaten sind in Kassel über Weihnachten sieben geworden: Überraschend viele Wahlvorschläge liegen nach Angaben der Stadt zur Oberbürgermeisterwahl am 5. März 2017 vor.

Neu dabei ist Matthias Spindler (Die Partei), zwei weitere Wahlvorschläge sind noch unbekannt. Für die Oberbürgermeisterwahl am 5. März 2017 in Kassel ist am zweiten Weihnachtsfeiertag die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen abgelaufen. Nach Angaben von Stadtsprecher Sascha Stiebing liegen insgesamt sieben Wahlvorschläge vor. Unter diesen sieben Bewerbungen sind die im Vorfeld bereits bekannten Kandidaten der Parteien in der Stadtverordnetenversammlung: 

• der Stadtkämmerer Christian Geselle (SPD/40 Jahre) 

• der Fraktionsgeschäftsführer Dominique Kalb (CDU/45) 

• die selbstständige Bauingenieurin Eva Koch (Grüne/54) 

• und der Stiftungs-Geschäftsführer Murat Cakir (Kasseler Linke/56).

Auf Anfrage unserer Zeitung hat sich am Dienstag Matthias Spindler zu seiner OB-Kandidatur in Kassel bekannt. Der 25-jährige Student (Stadtplanung), der bislang politisch nicht in Erscheinung getreten ist, will für Die Partei antreten. Diese bezeichnet sich selbst als „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“.

Wer hinter den beiden weiteren Wahlvorschlägen steckt, ist nicht bekannt. Die Stadt könne dazu noch keine Auskunft geben, betont Sascha Stiebing. Über die Zulassung der Wahlvorschläge entscheidet der Wahlausschuss am 6. Januar. Im Anschluss daran und nach Ablauf der Einspruchsfrist werden die zugelassenen Wahlvorschläge öffentlich bekannt gemacht.

Vermutlich Einzelbewerber

Aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den unbekannten Wahlvorschlägen um parteiunabhängige Einzelbewerber. Mit SPD, CDU, Grünen und Linke haben vier Parteien der Stadtverordnetenversammlung bereits ihre OB-Kandidaten präsentiert. Alle anderen Parteien im Stadtparlament – nämlich AfD, FDP sowie Freie Wähler und Piraten – haben auf Anfrage erklärt, dass sie zur Oberbürgermeisterwahl keinen eigenen Bewerber stellen wollen beziehungsweise stellen können.

Mehr als sieben Bewerber können es bei der Oberbürgermeisterwahl 2017 also nicht mehr werden. Die formalen Voraussetzungen für einen Wahlvorschlag sind auch für Privatleute zu schaffen: Ein Einzelbewerber muss mindestens 142 Unterstützungsunterschriften gesammelt haben und auf Formblättern vorlegen, um bei der OB-Wahl in Kassel antreten zu können.

Das sind die Kandidaten

OB-Kandidat der SPD: Christian Geselle (40)

 

OB-Kandidat der CDU: Dominique Kalb (45)

    

OB-Kandidatin der Grünen: Eva Koch (54)

  

    

OB-Kandidat der Linken: Murat Cakir (56) Fotos: Archiv

 

OB-Kandidat von Die Partei: Student Matthias Spindler (25), hier auf einem Foto seines Facebook-Accounts.

 

Sechs Bewerber 2011

Bei der letzten OB-Direktwahl in Kassel am 27. März 2011 traten sechs Kandidaten an. Amtsinhaber Hilgen wurde im ersten Wahlgang bestätigt, die Wahlbeteiligung lag bei 42,6 Prozent. Nachfolgend die Bewerber und deren Stimmenanteile im Überblick: 

• Bertram Hilgen (SPD): 51,3 Prozent 

• Ernst Wegener (CDU): 23,4 Prozent

• Dr. Andreas Jürgens (Grüne): 15 Prozent 

• Kai Boeddinghaus (Kasseler Linke): 6,4 Prozent 

• Bernd W. Häfner (Freie Wähler): 1,8 Prozent 

• Olaf Petersen (Piraten): 2,2%.

Update 28.12. 16.05 Uhr: Ein weitere Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl in Kassel ist bekannt geworden: Überraschend hat Dr. Bernd Hoppe von den Freien Wählern seine Bewerbung öffentlich gemacht. Hier alle Infos.

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