Sie geht für die Modehauskette nach Jena

Sinn Leffers in Kassel: Chefin Sabine-Amelie Alt  wechselt

War siebeneinhalb Jahre an Bord: Sinn-Leffers-Geschäftsleiterin Sabine-Amelie Alt. Foto: Koch

Kassel. Wechsel beim Modehaus Sinn Leffers am Friedrichsplatz: Nach siebeneinhalb Jahren in Kassel wechselt Geschäftsleiterin Sabine-Amelie Alt nach Jena und übernimmt die dortige Filiale.

Nachfolgerin in Kassel wird zum 1. Februar die bisherige Leiterin des Sinn-Leffers-Hauses in Bochum, Lydia Ostwald.

Für die gebürtige Münchnerin Alt (46) wird Jena die zwölfte berufliche Station quer durch ganz Deutschland sein. In Kassel wolle sie gemeinsam mit ihrem Partner aber ihren Lebensmittelpunkt behalten, sagt sie. „Wir sind glücklich hier, wir haben hier Wurzeln geschlagen und viele Freunde.“

In der Ostthüringer Universitätsstadt werde sie unter der Woche eine Zweitwohnung beziehen. Das Pendeln schrecke sie nicht: „Ich brauche einen ICE-Anschluss, Kultur, ein Theater und einen leckeren Italiener um die Ecke.“ Das sei in beiden Städten gegeben.

Es mache sie stolz, wie sich das Kasseler Sinn-Leffers-Haus mit 120 Mitarbeitern und „diesem Platzhirsch-Charakter“ im Lauf der letzten Jahre entwickelt habe, sagt Sabine-Amelie Alt. In Jena sei nun ihre Aufgabe, eine ähnliche Entwicklung zu bewirken.

Nach der Ausbildung bei Karstadt in der Bayernmetropole hatte sie unter anderem in Berlin und Stuttgart gearbeitet, nach dem Wechsel 1995 zu Sinn Leffers ging es nach Hannover, Köln, Aachen und wiederum nach München, wo ihr erstmals die Führung eines Modehauses anvertraut wurde.

Im documenta-Jahr 2007 hatte Sabine-Amelie Alt den Ruf nach Kassel erhalten, wo sehr schnell schwierige Aufgaben zu meistern waren: 2008 ging Sinn-Leffers wegen finanzieller Engpässe in die Planinsolvenz und gab die Hälfte aller Standorte auf. „Das war eine harte Zeit“, erinnert sich die extrovertierte und zupackende Modehauschefin, „aber allmählich ging es mit großen Schritten voran.“ Das Kasseler Angebot von Sinn Leffers wurde um eine Designerabteilung mit vielen neuen, namhaften Modemarken erweitert. Zu bewältigen war auch der Zusammenschluss 2013 mit dem Mode-Familienunternehmen Wöhrl. Ein „absolut tolles Mitarbeiterteam“ in Kassel habe all dies bestens gemeistert.

Im Vorstand der Händlergemeinschaft von Kassels City-Kaufleuten hat Sabine-Amelie Alt stets eine engagierte und gern auch mal eigenwillige Stimme erhoben. Es bringe etwas, an Themen, die den Handel bewegen, hartnäckig dranzubleiben, sagt sie. „Ich glaube, dass sich fortwährendes Engagement auszahlt.“ Unter den Geschäftsleuten in Kassels Innenstadt sehe sie „das Potenzial, dass man noch viel mehr gemeinsam machen könnte“.

Ihre Nachfolgerin Lydia Ostwald (43) werde sich in Kürze der Kasseler Öffentlichkeit vorstellen, sagt Sabine-Amelie Alt. Sie sei „eine befreundete Weggefährtin und ein ganz ähnlicher Typ wie ich.“

Von Axel Schwarz

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