Mitarbeiter von Hessen Forst sind am Baunsberg und im Habichtswald unterwegs

So bleiben die Wege im Wald frei

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Maschinen im Einsatz: Mit einem Grader werden die Waldwege in die richtige Form gebracht. 

Baunatal/Kassel. Damit Waldwege nutzbar bleiben, ist Hessenforst im Einsatz. Mitarbeiter befreien sie von Pflanzen und setzen sie instand.

„In zwei, drei Jahren“, sagt Förster Arnd Kauffeld, „würde sich der Wald die Wege zurückholen.“ Bäumchen und Kraut würden beispielsweise den beliebten Jogging- und Spazierweg rund um den Baunsberg überwuchern und nach und nach verschwinden lassen. Damit das nicht passiert, ist Kauffeld aktuell in seinem Revier am Baunsberg und oberhalb der Konrad-Adenauer-Straße in Kassel zusammen mit Mitarbeitern von „Hessenforst Technik“ unterwegs. Sie schneiden die Wege frei und bringen diese baulich auf Vordermann.

40 Kilometer Waldwege muss Kauffeld allein im Revier seines Forstamtes Wahlershausen im Blick haben. „Das ist ein enormer Aufwand, die Wege zu pflegen“, sagt er. Besonders in einem Naherholungsgebiet wie dem Baunsberg, wo täglich bis zu 1000 Menschen unterwegs seien, müssten die Trassen in regelmäßigen Abständen frei geschnitten werden.

Nährstoffhaltiger Boden

Die Böden im Habichtswald sind besonders nährstoffhaltig. Deshalb gebe es viele Baumarten, die sich auch rechts und links der Wege vermehrten, sagt Kauffeld. Da, wo länger nicht geschnitten wurde, wachse das Kraut in die Waldwege hinein.

Die Mitarbeiter von Hessenforst Technik schneiden deshalb mit einem speziell für den Wald ausgerüsteten Mulcher rechts und links einen Streifen frei. Auch größere Bäume werden laut Kauffeld hier und da zurückgeschnitten, weil sonst Lastwagen und Maschinen von Hessen Forst nicht mehr fahren könnten. „Zur Ressource Holz gehören auch Waldwege“, weist Kauffeld auch auf den Handel mit Holz hin. Zudem werden die Bäume so geschnitten, dass mehr Licht auf die Wege falle und diese schneller abtrockneten. „Sonst werden sie mit der Zeit weich.“

Die Waldwege werden zudem regelmäßig auf ihre Beschaffenheit untersucht. Aktuell ist mit dem Gossmann-Weg am Brasselsberg einer der bekanntesten Waldwege im Habichtswald an der Reihe. Mit einem Grader wird die Oberfläche so geformt, dass das Wasser zu den Seiten ablaufen kann. Der Weg sei für viele Menschen ein wichtiger Eingang in den Wald, sagt Arnd Kauffeld. Dieser müsse in Ordnung sein. 700 Meter werden auf Vordermann gebracht, dann ist das Budget von Hessen Forst für dieses Jahr erschöpft.

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