Drei Entwürfe vorgestellt

So könnte das Kasseler Rathaus künftig aussehen: Mit Uhr oder Glasbalkon?

Kassel. Der Karlsstraßen-Flügel des Kasseler Rathauses wird bei der Sanierung eine neue Fassade erhalten. Nun wurden drei Entwürfe ausgezeichnet.

Das Erscheinungsbild des 1977 eingeweihten Gebäudetrakts soll künftig Bürgernähe, Offenheit und Transparenz ausdrücken und eine städtebauliche Aufwertung darstellen. Die Stadt hatte im Mai einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Jetzt zeichneten Oberbürgermeister Christian Geselle und Stadtbaurat Christof Nolda die drei Preisträger aus und stellten die Entwürfe vor:

1. Preis: Bolwin/Wulf Architekten Partnerschaft mbB Hanns-Peter Wulf, Thomas Bolwin (Berlin) 

Platz 1: Der Entwurf des Berliner Büros Bolwin/Wulf sieht eine Fassade des Rathauses mit (zum Teil verglasten) Balkonen zum Karlsplatz hin vor.

2. Preis: SAA Schweger Architekten, Jens-Peter Frahm (Hamburg)

Platz 2: Der Entwurf des Büros SAA Schweger Architekten (Hamburg) mit großer Außenuhr.

3. Preis: ahrens & grabenhorst architekten stadtplaner BDA Roger Ahrens, Prof. Gesche Grabenhorst (Hannover).

Platz 3: Entwurf von ahrens und grabenhorst (Hannover) aus Blickrichtung Fünffensterstraße.

Die Arbeiten werden bis 6. Oktober öffentlich ausgestellt. Sie sind im Rathaus, Karlsstraßen-Flügel, Zimmer K701-K705 zu sehen – montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. An den Wettbewerb schließt sich nach Angaben der Stadt ein Verhandlungsverfahren an, um mit einem der Preisträger einen Architektenvertrag abzuschließen. Vorrang habe der Sieger des Wettbewerbs.

„Mit der Wettbewerbsentscheidung ist der Startschuss für die Planung der Generalsanierung gefallen, mit der endlich drängende bauliche, brandschutztechnische und energetische Mängel behoben werden“, sagte Oberbürgermeister Geselle. Mit der neuen Gebäudehülle gelinge eine städtebauliche Aufwertung des Rathaus-Ensembles.

Für Stadtbaurat Nolda zeigen die drei „hochwertigen Entwürfe“, wie wichtig es sei, für besondere Bauvorhaben einen Architektenwettbewerb zu organisieren. Im Preisgericht wirkten neben OB Geselle und Stadtbaurat Nolda der Architekt Axel Bienhaus (Frankfurt), Axel Jäger (Leiter Amt Hochbau und Gebäudebewirtschaftung), Architektin Karin Kellner (Hannover), Architekt Prof. Alexander Reichel (Kassel) und Architekt Till Schneider (Frankfurt) mit.

Wie berichtet, soll die geplante Sanierung des Rathaus-Karlsstraßenflügels insgesamt rund 25 Millionen Euro kosten.

Rubriklistenbild: © Skizzen: Stadt Kassel

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