Hochbauarbeiten starten

Am Lutherplatz ruckt es: Im Sommer wird auf altem Stadtbad-Mitte-Gelände gebaut

Es geht voran auf der Baustelle Lutherplatz: Wo früher das Stadtbad Mitte stand, werden die letzten Gebäudereste abgerissen. Unser Foto mit Blick auf die Lutherkirche wurde von der Unteren Königsstraße aus aufgenommen. Links im Bild der City-Point. Foto: Fischer

Kassel. Die Baustelle für das Büro- und Geschäftshaus am Lutherplatz sieht zurzeit aus wie ein Wimmelbild aus dem Kinderbuch. An verschiedenen Stellen wird gleichzeitig gearbeitet: gebaggert, geschreddert, geräumt.

Das gut einsehbare Gelände des ehemaligen Stadtbads Mitte und der Evangelischen Diakonie an der Kurt-Schumacher-Straße reizt viele Passanten zum Stehenbleiben und Schauen.

„Wir kommen gut voran, alles geht Hand in Hand, die Arbeiten sind gut getaktet“, sagt Jörg Schaal, Leiter der zur Helaba-Immobiliengruppe gehörenden Projektentwicklungsgesellschaft OFB. Lediglich an der Kurt-Schumacher-Straße sind noch Gebäudereste zu sehen. Der Kampfmittelräumdienst habe das Grundstück bereits untersucht und freigegeben. Jetzt sind zwei Abbruchunternehmen damit beschäftigt, die letzten Mauern abzureißen und den Schutt für das Recycling zu sortieren. In einem Monat werde mit den Arbeiten zur Baugrundverbesserung begonnen, sagt Projektleiter Jürgen Happe. Im Spätsommer soll mit den Hochbauarbeiten begonnen werden. Danach entstünden die Geschosse im Monatstakt.

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Da es sich um einen „wenig tragfähigen“ Baugrund handelt, müsse zunächst der Untergrund verbessert werden, damit das fünfgeschossige Geschäftshaus später eine gute Basis hat. Es werde geprüft, ob hierfür eine Fundamentplatte benötigt wird, so Happe.

Mehr als 40 Millionen Euro investiert die Kasseler OFB in das Projekt. Im Herbst 2016 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Dann werden hier unter anderem 450 Mitarbeiter des Regierungspräsidiums ihre Büros beziehen. Sie ziehen von der Bußgeldstelle an der Oberen Königsstraße und von der Beihilfestelle am Scheidemannplatz in das neue Haus an der Mauerstraße. Noch vor Ostern werden die Verträge über weitere Mieter, hauptsächlich aus dem Bereich Verwaltung, unter Dach und Fach sein, so Schaal. Die OFB-Projektentwicklung führe hierfür Verhandlungen mit dem Hessischen Immobilienmanagement, einem Landesbetrieb. Die 1800 Quadratmeter im Erdgeschoss des Gebäudes sind für Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen.

Besonderes Augenmerk werde auf eine qualitätsvolle Gestaltung des Vorplatzes zwischen City-Point und Neubau gelegt. „Hier haben wir uns mit der Stadt Kassel ein Stück Stadtreparatur vorgenommen“, sagt Schaal: „Spannende Zeiten kommen demnächst auf uns zu, wenn wir uns an diesem belebten Ort in der Innenstadt der Aufgabe der Baustellenlogistik stellen.“

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