Pünktlich zur documenta 14

Springbrunnen vor der Grimmwelt sprudelt wieder

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Über Jahrzehnte eine Ruine, jetzt wieder in Betrieb: Vor der Grimmwelt läuft dieser Springbrunnen, der früher zum Garten der Villa Henschel gehörte. Im Krieg wurde der Brunnen schwer beschädigt. 

Kassel. Kurz vor dem Start der documenta sind Bauprojekte rund um die Grimmwelt auf dem Weinberg fertig geworden. 

Zumindest indirekt haben die jüngsten Bauprojekte rund um die Grimmwelt auch etwas mit der documenta zu tun. „Wir wollten auf jeden Fall vor dem Beginn der Ausstellung fertig werden, das ist gelungen“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne).

Unter anderem wurde der im Krieg schwer beschädigte Brunnen vor der Grimmwelt saniert. Der gehörte zum Garten der Villa Henschel und war völlig zugewuchert. Die Steine der Brunnenkrone sind alle erhalten geblieben und wurden wieder verwendet. „Der Brunnen sieht jetzt wieder so aus wie früher, nur die Technik ist komplett neu“, sagt Volker Lange von Umwelt- und Gartenamt. Der Freundeskreis historischer Weinberg und die Sparkassen Versicherung Brandkasse haben die Sanierung des Brunnens, die mit neuen Geländern 45 000 Euro gekostet hat, ermöglicht. Die Pflaster- und Maurerarbeiten haben Freiwillige der Kommunalen Arbeitsförderung erledigt.

Jetzt ist der Springbrunnen jedenfalls eine Attraktion, die gut in den zur documenta eingerichteten Biergarten unterhalb der Grimmwelt passt. Von hier hat man einen herrlichen Blick über die Südstadt, wo es mit der Kunsthochschule ebenfalls einen documenta-Standort gibt. Mit den Liegen, auf deren Bezügen „Heldenrast“ aufgedruckt ist, könnte der Garten schnell zu einem Geheimtipp während der 100 Tage werden.

Neuer Zugang: Die Treppe verbindet den Weg vom Murhardpark mit der Grimmwelt. Vorn im Bild ist Baurat Christof Nolda zu sehen, daneben Susanne Völker (Grimmwelt).

Rund 300 000 Euro haben die neuen Wege und Treppen rund um die Grimmwelt gekostet. Durch den benachbarten Fürstengarten im Murhardpark gibt es jetzt eine direkte Verbindung. „Viele Besucher haben die Abkürzung früher schon genutzt, jetzt ist sie durch die neue Treppe deutlich bequemer geworden“, sagt Susanne Völker, die Leiterin der Grimmwelt. Für Rollstuhlfahrer gibt es ein Stück von der Treppe entfernt einen barrierefreien Zugang.

Der neue Weg verbindet mehrere documenta-Standorte. Vom Hessischen Landesmuseum und der mit Säcken verhängten Torwache gibt es jetzt eine autofreie Verbindung zur Grimmwelt. Von dort kann man über die ebenfalls sanierte zentrale Treppe weiter zu den Weinbergterrassen gehen. Hier sollen nach der documenta weitere Wege und historische Elemente der Anlage saniert werden.

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