Glanzvollstes Gesellschafts-Ereignis in Nordhessen

Strahlkraft und starke Frauen beim Kasseler Theaterball

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Ballgäste vom Hauptsponsor K+S: Links Dr. Susanne Nöcker und Dr. Thomas Nöcker, rechts K+S-Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr und Karin Lohr.

Kassel. Beim Kasseler Theaterball feierten am Samstag über 1000 festlich gekleidete Gäste auf allen Etagen des Opernhauses.

So viel festlichen Glanz gibt es (leider) nur alle zwei Jahre in Nordhessen: Beim Kasseler Theaterball war im beschwingten Trubel des Opernhauses zu sehen und zu spüren, wie vor allem der weibliche Teil der 1000 Gäste wohl schon seit Monaten modisch und stilistisch auf das Gesellschaftsereignis hingefiebert hatte. In der Parade der hinreißenden Kleider kam den Herren die Aufgabe zu, Komplimente zu machen, auf die Tanzfläche zu führen – oder sich gegebenenfalls für deren Vermeidung eine zündende Ausrede einfallen zu lassen.

Es sind ja häufig die Damen, die in gesellschaftlich-kulturellen Partnerschaftsdingen das Terrain bereiten. So stand auch das Show- und Musikprogramm, bei dem alle Sparten des Staatstheaters Kostproben präsentierten, unter dem Leitmotiv „Starke Frauen“. Orchestermanagerin Insa Pijanka und Schauspieler Enrique Keil gaben als Moderatoren-Duo einen amüsanten Einblick, welcher Lenkungskünste es zuweilen bedarf, um Männer aus der Bequem-Klamotte in den balltauglichen Smoking zu locken.

Rauschende Ballnacht im Kasseler Opernhaus

Es ist nicht überliefert, inwieweit es auch Frauensache war, die schnell vergriffenen Theaterball-Tickets zu ergattern. Bernhard Striegel, Vorsitzender der gastgebenden Theater-Fördergesellschaft, berichtete jedenfalls von tanzlustigen Damen im Rhein-Main-Gebiet, die sogar im Netz nach Schwarzmarkt-Karten für das Kasseler Ereignis Ausschau hielten. Der Ort des geschehens. so Striegel, sei auch künstlerisch einzigartig: Was das Staatstheater Kassel biete, sei gemessen an der Größe der Stadt „einzigartig“.

Dieser Ansicht pflichteten auch Oberbürgermeister Christian Geselle sowie Dr. Ulrich Adolphs bei, der als Vertreter des Hessischen Wissenschafts- und Kunstministeriums insbesondere zum Deutschen Theaterpreis gratulierte, den die Kasseler Schauspielsparte vor kurzem in Leipzig für ihre „Orestie“ errungen hat (noch auf dem Spielplan).

Wie sehr die „kulturelle Strahlkraft“ des Staatstheaters (OB Geselle) mit einer gesellschaftlichen Anziehungskraft einhergeht, konnte man anschließend im Lauf einer rauschenden Ballnacht erleben: Bis zum fühen Morgen wurde auf allen Etagen des Opernhauses getanzt und gefeiert.

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