Kirchditmold und Harleshausen besonders betroffen

Straßensanierung: Viele Buckelpisten im Kasseler Westen

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Noch geschottert: Die Schachtenstraße in Kirchditmold wird nächstes Jahr saniert.

Kassel. Straßensanierung ist eine Aufgabe, die niemals endet: „Die Fahrbahndecke von Anliegerstraßen muss alle 35 bis 45 Jahre erneuert werden, bei stark befahrenen Straßen wie der Frankfurter Straße ist das alle zwölf bis 15 Jahre nötig“, sagt Uwe Bischoff vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

Die Stadt sei immer bemüht, die Sanierungen mit Kanal- und Leitungsarbeiten von Kasselwasser und den Städtischen Werken abzustimmen. Dies gelinge nicht immer.

Der Grund dafür: Kanäle hielten etwa 100 Jahre, Gasleitungen etwa 40 Jahre, Fahrbahndecken – je nach Belastung und Witterung – deutlich weniger lang. Da sei es klar, dass nicht immer alles in einem Intervall instandgesetzt werden könne.

Auch wenn der Sanierungsstau nur langsam abgebaut wird, ist eine Verbesserung zu beobachten: Alle fünf bis sechs Jahre erstellt die Stadt einen umfassenden Straßenzustandsbericht. 2006 wurden 46 Prozent der städtischen Straßen mit den Noten 1 bis 3 bewertet, 2012 waren 52 Prozent mindestens als befriedigend eingestuft worden.

Wobei sich diese Zahlen auf die Quadratmeter Straßenfläche beziehen und nicht auf die Anzahl der Straßenabschnitte, wie unsere aktuelle Grafik, die den aktuellen Zustand beschreibt.

Geplante Sanierungen:

Joseph-Beuys-Straße wird 2017 im Bereich des Hauptbahnhofs instandgesetzt.

Ziegenhainer Straße in Rothenditmold wird ab Frühjahr 2017 saniert. Sie ist mit der Note 6 bewertet.

Mauerstraße wird im Abschnitt vor dem City Point 2017 erneuert. Der Grund dafür ist, dass die Fahrbahndecke wegen des dortigen Busbahnhofes erheblich gelitten hat. Die schweren Busse setzten der Oberfläche zu.

Salztorstraße in der Unterneustadt wird nächstes Jahr instandgesetzt. Sie hat derzeit die Note 6.

Wilhelm-Marker-Straße in Niederzwehren soll 2017 saniert werden. Sie ist mit der Note 6 bewertet.

Heinrich-Heine-Straße(Südstadt/ Wehlheiden) soll 2018 oder 2019 instandgesetzt werden. Die Planungen dazu beginnen nächstes Jahr. Sie ist für die Bewertung in zwei Abschnitte unterteilt worden: Note 5 und Note 6. Zum Teil ist dort noch Kopfsteinpflaster verlegt.

Kreisstraße 6 zum Herkules: Die Straße, die vom Ehlener Kreuz zum Herkules führt, soll erneuert werden. Im documenta-Jahr 2017 ist dies aber nicht möglich. Derzeit finden dazu Gespräche mit der Museumslandschaft Hessen-Kassel statt.

Grenzweg: Der Grenzweg in Wolfsanger, der zur Hasenhecke führt, wird 2016 saniert. Er hat die Note 6.

Schachtenstraße in Kirchditmold ist zum Teil noch geschottert und wird 2017 geteert. Sie gehört zu Kassels schlechtesten Straßen. Ebenfalls geschottert ist noch die Lerchenfeldstraße nahe der Hessenschanze. Diese behält ihr Schotterbett aber vorerst.

Querallee: Bis 2020 soll die Allee im Vorderen Westen zwischen Kölnischer Straße und Friedrich-Ebert-Straße saniert werden. Dort hat sie bislang noch ein Kopfsteinpflaster.

Bürgermeister-Brunner-Straße (Mitte): In dieser Straße soll ebenfalls bis 2020 das Kopfsteinpflaster der Vergangenheit angehören.

Platz der Deutschen Einheit: Die Sanierung ist für die nächsten Jahre geplant.

Entenanger/ Oberste Gasse: Die Sanierung der Straßen in diesem Quartier ist dringend nötig. Allerdings wird gewartet, weil eine Neugestaltung des Viertels angedacht ist.

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