Neues Café in der Innenstadt: Süßes am Florentiner Platz

Im Inneren noch eine Baustelle: Christian Bach vor seinem Laden an der Ecke Neue Fahrt und Theaterstraße, in dem bis vor zehn Jahren die Fleischerei Fernau ansässig war. Etwa Mitte Juni soll das neue Patisserie-Café eröffnet werden. Foto:  Koch

Kassel. Am Florentiner Platz wird es demnächst eine Anlaufstelle für Fans feiner Törtchen, handgefertigter Pralinen und anderen süßen Köstlichkeiten geben.

Der regional bekannte Patissier Christian Bach (Café Bach, Bad Wildungen) hat das Eckladenlokal Theaterstraße 1 übernommen und baut es gerade in ein schickes Café mit Verkaufsbetrieb um. Zuletzt war dort ein Hifi-Studio, bis vor zehn Jahren die Traditionsmetzgerei Fernau ansässig gewesen.

Hinter den noch abgeklebten Scheiben wird derzeit kräftig gewerkelt, frische Farben und helle Nadelholztöne prägen bereits das Bild. Voraussichtlich bis Mitte Juni werde es mit der Eröffnung klappen, sagt Bach: „Noch im Mai, wie es auf den Plakaten steht, schaffen wir nicht mehr.“ Es seien noch letzte Genehmigungsfragen mit der Stadt zu regeln. Seinen Betrieb in Bad Wildungen will der 44-Jährige behalten und dort auch das Sortiment für seinen neuen Kasseler Standort produzieren.

„Patisserie im französischen Stil“ beschreibt Bach das Leitmotiv und geht mit optimistischem Elan an sein Projekt. Der Bedarf nach gehobenen Konditoreispezialitäten sei auf jeden Fall da, meint er, aber das entsprechende Angebot in Kassel sei dünn: Viele Betriebe der Branche seien im Lauf der Jahre „weggestorben“, andere vom Pfad der handwerklich-kreativen Tugend abgekommen. Bach, der schon einmal einen vorderen Platz beim Wettbewerb „Konditor des Jahres“ errungen hat, sagt: „Ich kenne die Szene und ich weiß, gegen wen ich hier antreten muss.“

Dem Standort mitten in der Innenstadt traue er auch zu, dass sich die „Chocolaterie Bach“ umsatzmäßig bewähren wird: Rund um die Neue Fahrt gebe es durch die vielen Büros, Praxen und Kanzleien reichlich Laufkundschaft, die in Sachen Genuss nicht jeden Cent umdrehe. Außerdem passe er mit seinem Patisserie-Angebot gut in ein Umfeld, dass sich mehr und mehr als Gastro-Meile etabliere. Vom „Enchilada“ über Vapiano und die Kaffeebar Melchior bis zur Eisdiele und dem Italo-Restaurant Avanti auf dem Florentiner Platz sind die Lokale tagsüber und teils auch abends gut frequentiert, ohne sich vom Konzept her groß Konkurrenz zu machen.

Christian Bach will neben seinen süßen Spezialitäten auch Frühstück anbieten, und mittags soll es wechselnde Suppen geben („die kocht meine Mama“). Neben 40 Sitzplätzen im Laden, der auch eine gemütliche Galerie-Lounge umfasst, möchte der Patissier in der warmen Jahreszeit auch eine Außenbestuhlung auf die Neue Fahrt stellen. Genehmigt sei das zwar noch nicht, „aber Nachbarbetrieben ist das ja auch gestattet worden.“

Täglich von 10 bis 18 Uhr will Bach seinen Laden öffnen - auch sonntags, wenn der Bedarf für Kuchenverkauf außer Haus am größten ist. „Wir werden das auf jeden Fall ausprobieren“, sagt Christian Bach. 

Zur Person

Christian Bach wurde 1970 in Kassel geboren. 1991 schloss er zunächst eine Bäcker-, 1993 dann als Kammersieger der nordhessischen Innung die Konditorlehre ab. Nach Stationen in regionalen Branchenbetrieben machte er sich 2003 selbstständig als Patissier in Bad Wildungen, wo er 2012 ein Café an der Brunnenallee übernahm. Bach wurde mehrfach für seine süßen Künste ausgezeichnet. Er engagiert sich in der Nachwuchsausbildung des Handwerks und lebt mit seiner Partnerin in Kassel.

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