60 Sitzplätze im Falada

Gastronomie in der Grimmwelt auch ohne Ausstellung zugänglich

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Speisen und entspannen mit spektakulärer Aussicht: Von links Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeyer, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Gastronomiepächter Johannes Reinhold, Gastro-Berater Ingo Wessel und Grimmwelt-Geschäftsführerin Susanne Völker. Der Pferdekopf steht für „Falada“ – der Name des Museumslokals ist von einem Grimm’schen Märchenpferd entlehnt. 

Kassel. Das Café-Restaurant in der Grimmwelt auf dem Weinberg soll ab 4. September nicht nur für Besucher des Ausstellungshauses, sondern auch für sonstige Gäste geöffnet sein.

Im „Falada“ will Gastronom Johannes Reinhold von der Schulklasse bis zur Abendgesellschaft ein breites Gästespektrum bedienen – passend zum Grimm-Erlebnis mit nordhessisch inspirierten Produkten.

Lexikonwissen:

Die Grimmwelt im Regiowiki

Von Fall zu Fall soll auch die imposante Dachterrasse des Kulturbaus für saisonale Gastronomie-Events genutzt werden, sagte Reinhold am Donnerstag, als die Planungen im noch unfertigen Restaurantbereich vorgestellt wurden. Die Aussicht von dort ist allemal spektakulär: Hinter einer raumbreiten, bodentiefen Fensterfront eröffnet sich ein Panorama über den Weinberg und die gesamte Südstadt.

Auch wenn der Restaurantbereich demnächst fertig ist, wird er sehr reduziert eingerichtet, dafür aber höchst vielfältig nutzbar sein. Mobile Trennwände machen es möglich, dass gleichzeitig Gruppen bewirtet und Ausstellungsbesucher bedient werden können. 60 Sitzplätze hat das „Falada“ im Normalbetrieb, bei Banketten könne für 150 Personen gedeckt werden, sagte Reinhold.

Der Gastronom und die Verantwortlichen bei der Stadt setzen darauf, dass der Ort mit dem spannenden Ausblick sich bei Kasseler Individualgästen und Veranstaltern als gefragter Treff etabliert. Einen weiteren Aspekt nannte Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier: In den umliegenden Häusern der Kasseler „Museumsmeile“ – dem Museum für Sepulkralkultur, dem Hessischen Landesmuseum und der Neuen Galerie – gebe es keine sonstigen Angebote gegen den Hunger und Durst von Gästen. Hierfür übernehme der offene Gastro-Bereich der Grimmwelt künftig eine Art Zentralfunktion.

Für den Betrieb hatten nach einer Ausschreibung zehn Bewerber ein ernsthaftes Interesse geäußert, erläuterte der Münchner Gastronomieberater Ingo Wessel, den die Stadt 2012 für die Konzeptentwicklung und die Kandidatensuche eingeschaltet hatte. Bei einem solchen Projekt sei den Betreibern Qualität wichtiger, als maximale Pachteinnahmen zu erlösen, sagte Wessel.

Mit Johannes Reinhold, der an der Neuen Fahrt auch das „Melchior Coffee“ betreibt, habe die Stadt einen Partner gefunden, „der den Geist dieses einzigartigen Hauses aufnimmt“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Er verspreche sich eine „in jeder Beziehung frische Grimm-Gastronomie mit vielen lokalen Bezügen und einer breiten Palette an Nutzungsmöglichkeiten“.

Archiv-Video

Zum Start möchte Reinhold das „Falada“ als Tagesgastronomie mit Kaffee und Kuchen, einem Mittagstisch sowie einem Bar-Angebot etablieren. Die täglichen Öffnungszeiten (außer montags) gehen in der Regel bis 19 Uhr. An Freitagen, wenn auch die Grimmwelt länger geöffnet ist, wird der Gastronomiebereich bis 22 Uhr geöffnet sein. Für weitere Abende sei „alles möglich“, so Reinhold, falls die entsprechende Nachfrage da sei.

Gastronomie in der Grimmwelt

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