Ausstellung in den Messehallen

Technorama in Kassel: Ein Paradies für Oldtimer-Fans

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Ein einzigartiges Stück: der Alfa Romeo 2500 SS Vignale Spider. Das Auto ist eine einmalige Sonderanfertigung auf Kundenwunsch und wurde so nie wieder gebaut. Es gehört einem Kunden des Kasseler Automobil-Manufaktur-Chefs Detlef Kroh.

Kassel. Wenn die Technorama, Hessens größte Börse für zwei- und vierrädrige Oldtimer, Ersatzteile und Zubehör einlädt, kommen sie alle: Auto- und Motorradliebhaber, Enthusiasten, Schrauber, Händler, Sammler und zunehmend auch Anleger.

Denn alte Autos sind angesichts anhaltender Niedrigzinsen für viele längst zu Anlage-Objekten mit ungewöhnlich hohem Wertzuwachs geworden. In Anlehnung an eine gängige Umschreibung für attraktive Immobilien – Betongold – werden seltene Fahrzeuge auch Garagengold genannt.

So strömten am Wochenende – trotz oder wegen des schlechten Wetters – 15.000 Menschen zur beliebten Schau, die seit 33 Jahren ununterbrochen in den Messehallen ausgerichtet wird. Bereits eine Stunde nach Eröffnung herrschte ein riesiger Andrang auf und rund um das Messegelände. „Es läuft super“, resümierte Veranstalter Jens Güttinger aus Ulm. 2005 hat er das Geschäft von Helmut Leicht übernommen, der dieses Messeformat erfunden hat. Anfänglich war die Technorama ein Fachflohmarkt für Oldtimer-Ersatzteile. Einen regulären Markt für derartige Produkte gab es damals noch nicht.

Hans-Joachim Weise aus Hannover hat noch keine Technorama in Kassel verpasst. Er ist einer der ältesten Oldtimer-Händler Deutschlands. Im April feiert seine Firma 40-jähriges Bestehen. „Kassel war früher der Saisonauftakt für Oldtimer-Freunde und gehört heute immer noch zu den wichtigsten Kaufplätzen der Szene“, erklärt er.

Alfa Romeo 2500 SS Vignale Spider auf Technorama

Der Kasseler Detlef Kroh stellt mit seiner Automobil-Manufaktur seit vielen Jahren auf der Technorama aus und hatte schon häufig echte Attraktionen dabei. So auch diesmal: einen Alfa Romeo 2500 SS Vignale Spider. Ein Einzelstück, eine einmalige Sonderanfertigung auf Kundenwunsch von 1946, ein einzigartiges Auto, das so nur einmal gebaut wurde. Über den Wert des Fahrzeugs, das einem Kunden gehört, redet Kroh nur ungern. Nur so viel: Die in Frage stehende Summe reicht aus, um zig neue Mittelklassewagen deutscher Herkunft anzuschaffen. Aber der Oldtimer-Spezialist präsentierte eine ganze Reihe weiterer Stars: einen Porsche 996 Turbo von 2001, den der Prinz von Oman gefahren hat, ein äußerst seltenen Austin Healey in der Le-Mans-Version von 1953, von dem es weltweit nur noch zwei weitere Exemplare gibt, einen britischen 1954-er Sunbeam Alpine in den Originalfarben des baugleichen Fahrzeugs, das im legendären Film „Über den Dächern von Nizza“ zum Einsatz kam. Aber Kroh war bei weitem nicht der einzige, der tolle Schätzchen und echte Raritäten zur Schau stellte. So zeigte der Mercedes-Benz-Veteranenclub wundervoll aufgearbeitete Fahrzeuge der Marke mit dem Stern aus fast einem Jahrhundert.

15.000 kamen am Wochenende zur Technorama nach Kassel

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