Staatsanwaltschaft überprüft Hasskommentare im Netz

Sonderkommission „Liemecke“ ermittelt jetzt im Fall Lübcke 

Tod von Walter Lübcke: Täter und Motiv sind nach wie vor unbekannt. 

Die Sonderkommission „Liemecke“, die den gewaltsamen Tod von Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke aufklären will, hat am Dienstag ihre Arbeit im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel aufgenommen.

Die 20-köpfige Soko des Landeskriminalamts, die von Ermittlern des Polizeipräsidiums Nordhessen unterstützt wird, wurde nach dem „Liemeckebach“ benannt, der durch Wolfhagen-Istha fließt. Das hat Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, mitgeteilt.

Walter Lübcke war am frühen Sonntagmorgen mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Wohnhauses in Istha von einem Angehörigen gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Tötung eröffnet.

Lesen Sie auch: Alle Infos zur Pressekonferenz zum Tod von Walter Lübcke

Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens schaut sich die Staatsanwaltschaft Kassel auch die Hasskommentare im Netz an, in denen Rechtsextreme den getöteten Regierungspräsidenten verhöhnen. Viele dieser Kommentatoren freuen sich über Lübckes Tod, der sich mit seiner Haltung gegenüber Flüchtlingen im rechten Lager viele Feinde gemacht hat.

Die Ermittler schauten sich die Hasskommentare an und prüften jeden einzelnen auf „strafrechtliche Relevanz“, so Thöne. Beleidigung, Störung des öffentlichen Friedens und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten kämen als Delikte in Betracht. 

Einen Nachruf auf den Regierungspräsidenten lesen Sie hier. 

Nach dem Tod von Regierungspräsident Walter Lübcke: Pressekonferenz des LKA

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Trauer um Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke

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