Tolle Stimmung bei „Swing in Concert“

10.000 Besucher beim Open-Air-Konzert auf dem Friedrichsplatz

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Im Sonnenlicht: Nachdem es tagsüber viele dunkle Wolken gegeben hatte, kam am Abend zumindest zeitweise die Sonne raus und tauchte Bühne und Menschenmenge in ein warmes Licht.

Kassel. Die Gute-Laune-Musik der 50er- und 60er-Jahre lockte am Sonntagabend tausende Besucher zum Open-Air-Konzert auf den Kasseler Friedrichsplatz.

Viele sorgenvolle Blicke richteten sich zum Himmel, bevor das Open-Air-Event „Swing in Concert" losging. Dunkle Wolken hingen über dem Friedrichsplatz, wo sich nach offiziellen Schätzungen weit mehr 10.000 Menschen versammelt hatten.

Doch wenn es eine Musik gibt, die dunkle Wolken verscheuchen kann, dann ist es die Gute-Laune-Musik der 50er- und 60er-Jahre, wie sie von den großen Entertainern Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr. verkörpert wird. Und so hellte sich der Himmel bereits beim zweiten Titel, den Dean Martin alias Nigel David Casey sang, „On an Evening in Roma“, etwas auf, und wenig später - Frank Sinatra alias Henrik Wager sang gerade „Luck be a Lady Tonight“ - blitzen die ersten Sonnenstrahlen durch.

Der dritte Stimmungsmacher im Bunde war Andreas Wolfram als Sammy Davis Jr., der sich so vorstellte: „Zurückgekehrt aus dem Jenseits mit neuer Frisur.“ Er präsentierte sich mit dem berühmten Song „For Once in My Life“ und mit einer Stimme voller Schmelz und manchmal auch Schmalz.

Als Gastgeberin an der Bar am Bühnenrand agierte Insa Pijanka, die das Publikum willkommen hieß und verkündete, dass das „Rat Pack“, wie die Entertainer einst genannt wurden, nun endlich in Kassel angekommen sei - etwas, das es zu Lebzeiten nie geschafft hatte. Patrik Ringborg, der an diesem Abend zum Bandleader des schwungvoll aufspielenden Staatsorchesters wurde, gratulierte der documenta zum 60. Geburtstag, der mit dem Open-Air-Konzert würdig ausklang.

Dass die Swing-Musik zur Zeit der ersten documenta en vogue war, stellt zwar nur eine recht lose Verbindung zur Kunstschau her - und auch die ironische Prophezeiung eines Zuschauers, documenta-Gründer Arnold Bode werde noch auf der Bühne erscheinen, erfüllte sich nicht.

Dafür gab es aber jede Menge toller musikalischer Unterhaltung. Den drei Entertainern standen vier herausragend singende Ladys zur Seite. Judith Lefeber, die mit dem Song „The Lady is a Tramp“ brillierte, außerdem Tabea Henkelmann, Judith Caspari und Ingrid Frøseth, jede mit einer tollen individuellen Note, solo und im Duett.

Open-Air-Konzert: Staatsorchester spielt auf dem Friedrichsplatz

Einige der größten Hits folgten im zweiten Konzertteil. „Volare“, gesungen von Dean Martin, animierte das Publikum zum Mitsingen, bei „That’s Amore“, ebenfalls mit Dean und den Damen, wiegte sich die Menge auf dem Platz, und beim zum Schluss von allen drei Entertainern gesungenen Pflicht-Hit „New York, New York“ war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Applaus, viel Applaus und Zugaben.

Hörprobe:

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Ein von @freeksie gepostetes Video am

Was live auf dem Friedrichsplatz los war, gibt es hier zum Nachlesen.

Alle Bilder vom 60. Geburtstag der documenta gibt es hier.

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