Fast ein Jahr renoviert

Treffpunkt für junge KSV-Fans: Projekt "Fullestadt" eröffnet Raum in Kasseler City

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Sie freuen sich über den neuen Treffpunkt für junge Fußballfans: (von links) Stefan Brieger, Leiter Soziale Arbeit beim Internationalen Bund, Praktikantin und Fan Lina Eckhardt, Dennis Pfeiffer, Leiter des Fan-Projekts, Fan Fabian Görlitz und Marcel Gries, Mitarbeiter des Fan-Projekts.

Kassel. Das Fan-Projekt "Fullestadt" des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel hat jetzt Räumlichkeiten in der Kasseler Innenstadt eröffnet. 

Sozialarbeiter Dennis Pfeiffer ist „mega glücklich“. Jahrelang hat er sich mit anderen dafür eingesetzt, dass der KSV Hessen Kassel ein Fan-Projekt bekommt. Im September 2016 war es dann endlich soweit: Seitdem gibt es in Kassel auch ein professionelles Fan-Projekt, das vom Deutschen Fußballbund (DFB), dem Land Hessen und der Stadt Kassel finanziert wird. Hier findet Jugendsozialarbeit mit und für Fußballfans statt. Der DFB zahlt 60.000 Euro pro Jahr, Stadt und Land je 30.000 Euro. Träger des Fanprojekts ist der Internationale Bund (IB).

Im März vergangenen Jahres wurden für das Fan-Projekt Räume an der Kurt-Schumacher-Straße (in Nachbarschaft der Martinskirche) angemietet. Seitdem haben junge Anhänger des KSV Hessen Kassel die Räume renoviert. Aus einem ehemaligen Nagelstudio mit rosa Fußboden ist ein Treffpunkt für Fußballfans im Alter von 14 bis Anfang 20 geworden. Am Donnerstag wurden die Räume mit Unterstützern des Projekts offiziell eröffnet.

Der Fußboden ist natürlich nicht mehr rosa, sondern rot. An den Wänden haben die jungen Fans Graffiti aufgetragen, mit der sie ihre Verbundenheit zum KSV, dem Auestadion und ihrer Heimatstadt zum Ausdruck bringen. An einer Wand ist die Nordkurve mit Herkules und Himmelsstürmer zu sehen - mit die wichtigsten Orte der Stadt. Im Treffpunkt gibt es natürlich auch einen Kicker und eine Küche, wo gemeinsam gekocht wird.

Bislang wurden die Räume auch schon zum Malen von Fahnen genutzt, hier haben bereits Lesungen stattgefunden. Samstags vor Heimspielen sollen hier Frühstücke vor dem gemeinsamen Stadionbesuch stattfinden.

Dennis Pfeiffer ist von dem Standort begeistert. „Zum Auestadion brauchen wir acht Minuten mit der Straßenbahn.“ Und das Haus der Jugend ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.

Die Kernzielgruppe des Fan-Projekts sind Jugendliche bis 21, sagt Stefan Brieger, Leiter Soziale Arbeit beim Internationalen Bund. Natürlich sind auch ältere Fans willkommen. Es sei auch gut, dass das Fan-Projekt nicht gezielt an den Verein gekoppelt sei, weil es ja manchmal auch Konflikte mit den Vereinen gebe, sagt Brieger. Zum Beispiel, wenn es um Stadionverbote gehe.

Fabian Görlitz nutzt die Angebote des Fan-Projekts. Mit sieben habe er selbst für den KSV gespielt, sagt der 22-Jährige. „Einen Treffpunkt für junge Fans hat Kassel gebraucht.“

Nur über eine Sache würden sich wohl alle jetzt noch mehr freuen: Wenn der KSV wieder mal ein Spiel gewinnt. Zum Beispiel am Dienstag gegen Offenbach.

Das Fanprojekt Fullestadt, Kurt-Schumacher-Straße 20, hat regelmäßige Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 14.30 bis 20 Uhr. Zudem gibt es zusätzliche Veranstaltungen. Am Montag, 19. Februar, 19.30 Uhr, liest der Journalist Christoph Ruf aus seinem Buch: "Fieberwahn – wie der Fußball seine Basis verkauft".

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