Ordnungsamt soll gegen Auswüchse vorgehen

Trinkerszene: Stadt plant neue Regeln

Kassel. Die Stadt Kassel will wirksamere Rechtsgrundlagen schaffen, um gegen Auswüchse der Trinkerszene am Friedrichsplatz vorgehen zu können.

Nach der Sommerpause solle das Stadtparlament über eine neue Gefahrenabwehrverordnung zum Thema Sicherheit und Ordnung auf öffentlichen Straßen und Plätzen beraten, sagte ein Rathaussprecher auf Anfrage der HNA.

Zuvor war die Lage in einem Gespräch zwischen dem Vorstand der City-Kaufleute und führenden Vertretern der Stadt erörtert worden. Bei gutem Wetter versammeln sich nach Angaben der Händler Gruppen von bis zu 60 Personen, um am Friedrichsplatz Alkohol und Drogen zu konsumieren. Passanten würden durch Gegröl verschreckt oder direkt angepöbelt. Unrat und zerbrochene Flaschen lägen herum, die Zugänge zum unterirdischen Parkhaus würden von der Szene als Toiletten missbraucht, so dass die Benutzung niemandem zuzumuten sei und die Treppenabgänge unter Atemschutz gereinigt werden müssten.

Das Ordnungsamt müsse den Auswüchsen „in angemessener Weise entgegentreten“ und brauche dafür geeignete Instrumente, fordern die City-Kaufleute. Platzverweise oder Alkoholverbote allein brächten aber nichts: Zwei städtische Streetworker, die sich um die Szene kümmern, müssten längerfristige Verträge erhalten und dürften nicht wie bisher nur prekär beschäftigt werden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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