Trotz Terrorwarnung für Dresden: Kagida-Demo in Kassel findet statt

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Kassel. Terrorgefahr in Dresden: Die Polizei der sächsischen Landeshauptstadt hat für Montag die Pegida-Demonstration und alle anderen Kundgebungen verboten.

Es gebe nicht mehr nur eine abstrakte, sondern eine konkrete Gefahr. Laut Nachrichtenagentur dpa richtet sich eine Anschlagsdrohung gegen Pegida-Mitgründer Lutz Bachmann.

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Die Gruppe „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ will auf ihre Kundgebung nicht verzichten, sagte Veranstalter Michael Viehmann am Sonntagnachmittag. "Kassel findet statt, gemeinsam sind wir stark, wir sehen uns auf der Straße“ ist seit Sonntagnachmittag auf der Facebook-Seite der Gruppe „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Kagida) zu lesen.

Michael Viehmann, Veranstalter der Kagida-Proteste, kann nicht ausschließen, dass durch die Absage in Dresden die Kasseler Veranstaltung mehr Zulauf finden wird. Allerdings werde die Terrorwarnung auch Demonstranten abschrecken, sagt Viehmann. „Viele werden Angst haben, ich kann das verstehen.“

„Es liegen bislang keine Hinweise vor, dass es Änderungen an der Planung der Versammlungen in Kassel gibt“, sagte Torsten Werner, Sprecher der Polizei, am Sonntag auf Anfrage der HNA. Bei der Polizei will man sich am Montagvormittag ein aktuelles Bild über die Sicherheitslage in der Stadt machen.

Aktualisiert
um 16.17 Uhr.

Sollten alle Versammlungen stattfinden, müssen sich die Autofahrer wieder auf erhebliche Behinderungen einstellen. Zu Straßensperrungen kommt es rund um den Scheidemannplatz, wo ab 18.30 Uhr Kagida demonstriert. Bereits um 18 Uhr sollen zwei Gegendemonstrationen des „Bündnisses gegen Rechts“ und der „Antirassistischen Jugend gegen Kagida“ beginnen, eine am Scheidemannplatz und eine weitere vor der alten Hauptpost.

Linke laden zur Diskussion

Die Hochschulgruppe der Linken bietet zudem für Dienstag, 20. Januar, 18 Uhr, im Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Straße 74, eine Diskussionsveranstaltung über die Hintergründe der Massendemonstrationen von Pegida & Co an. Murat Çakir, Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, referiert über das Phänomen Pegida und deren Ableger und versucht, Zusammenhänge darzustellen zwischen der deutsche Asyl-, Außen- und Sozialpolitik und den wöchentlich statt findenden Demonstrationen. (use/dpa)

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