Kriminalpolizei geht neuen Spuren nach

Kasseler Mordfall Szieleit: Neue Hinweise nach Fernsehsendung

Kassel. In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" wurde am Mittwochabend über den Mord an dem Kasseler Joachim Szieleit berichtet. Jetzt gibt es mehr als zwei Dutzend neue Hinweise - so der Stand am Donnerstagmittag.

Nachdem am Mittwochabend auch bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ über den seit dem 6. Mai 1993 spurlos verschwundenen Kasseler Autohändler Joachim Szieleit berichtet wurde, gibt es offenbar neue Spuren und Hinweise. Denen werden jetzt die Ermittler des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo nachgehen. Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch nahmen die Ermittler nach Ausstrahlung des Fernsehbeitrags mehr als ein Dutzend Anrufe in dem Fall entgegen.

Ein Teil der Hinweise, die bundesweit eingingen, beziehe sich auf mutmaßlich ähnlich gelagerte Fälle in ganz Deutschland, die teilweise bis zu 40 Jahre zurücklägen, so ein Ermittler am Donnerstagmorgen. Dabei seien Autohändler mit vermeintlich günstigen Schnäppchen in Fallen gelockt, ausgeraubt und später ermordet aufgefunden worden.

Auch im Fall des damals 32 Jahre alten Autohändlers Joachim Szieleit vermutet die Kasseler Kripo ein ähnliches Vorgehen der Täter. Ein Zeuge hatte damals ausgesagt, dass Szieleit am Tag vor seinem Verschwinden ein Mercedes SL für 80 000 Mark zum Kauf angeboten worden war. Das Geschäft sollte am 6. Mai, dem Tag des Verschwindens, in Kassel abgewickelt werden.

Szieleit wurde an diesem Tag zum letzten Mal in der Filiale seiner Bank am Schließfach gesehen, wo er sich vermutlich mit dem entsprechenden Bargeld versorgte. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Auch zu dem vermeintlichen Schnäppchen-Angebot verliefen der polizeilichen Ermittlungen damals ins Leere.

Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel unter Tel. 0561/9100 entgegen.

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