Umzug ins Haus am Ständeplatz: Zurück ins Stadtmuseum

Einpacken für den Umzug zurück ins Stadtmuseum: Christine Kruppa und Klaus Wölbling packen in der seit fünf Jahren bestehenden provisorischen Schaustelle des Museums an der Wilhelmsstraße die Umzugskisten. Fotos: Koch

Kassel. Umzugskartons, Kisten, Rollcontainer und viel Arbeit: In der Schaustelle des Stadtmuseums an der Wilhelmsstraße 2 wird eingepackt.

Bücher, Archivmaterial, Akten und Büromöbel bringt das Kasseler Umzugsunternehmen Kurt Heerdt derzeit wieder ins Museumshaus am Ständeplatz 16.

Das Haus wurde seit 2010 für insgesamt zwölf Millionen Euro aufwendig um- und ausgebaut. Seit Februar 2010 gab es wegen der nötigen Museumsschließung in der fünfjährigen Bauzeit die provisorische Schaustelle.

Dort war das Archivmaterial einsehbar, wurden 40 bis 50 Veranstaltungen im Jahr angeboten. „Hier in der Schaustelle ist viel gelaufen“, sagt Museumspädagoge Klaus Wölbling. Doch bald ist Schluss mit dem provisorischen Stadtmuseum an der Wilhelmsstraße neben dem Umwelthaus. Ende März wird dort abgesperrt, dann sind Mitarbeiter und Material wieder im Museum am Ständeplatz.

Dort läuft der Innenausbau noch auf Hochtouren. Handwerker setzen Türen ein, kümmern sich um Beleuchtung und Elektrik. Bis Anfang März soll das Haus arbeitsfähig sein. Wenn Telefonanlage und Internet funktionieren, ziehen die Mitarbeiter im März in die neuen Büros. Bis dahin müssen sich Interessenten am Archivmaterial gedulden. Öfter kommen Kasseler Bürger und wollen zum Beispiel mehr über die Geschichte des Hauses wissen, in dem sie wohnen. Solche Recherche kann das Museumsteam erst wieder im Mai leisten. „Da bitten wir um Verständnis“, sagt Mitarbeiterin Christine Kruppa, „wir sind mitten im Umzug und können solche Dienstleistungen im Moment nicht anbieten.“

Die Freude über das neue Stadtmuseum ist groß. Im turmartigen Anbau gibt es künftig Platz für Sonderaussstellungen und ganz oben einen Balkon mit beeindruckender Aussicht über die Stadt, es gibt mehr Platz für die Museumspädagogik und für weitere Ausstellungsstücke. So wird auch das große Modell der kriegszerstörten Stadt nach 1945 wieder zu sehen sein, das noch zusammen mit weiteren Objekten im Depot in Bettenhausen untergestellt ist. In der Schaustelle hat man sich mit dem kleineren Modell der Stadt im Jahr 1766 beholfen. „Das ist ein wunderbares Modell, um die Geschichte Kassels zu erzählen“, sagt Klaus Wölbling.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.