Marke von 25.000 erneut überschritten

Rekordserie gerissen: Uni Kassel hat erstmals weniger Studenten

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Erstsemester sitzen in einen Hörsaal der Universität Kassel und nehmen an der Einführungsveranstaltung in Maschinenbau teil.

Der Aufwärtstrend ist gerissen: Erstmals seit zehn Jahren startet die Universität Kassel mit weniger Studierenden ins Wintersemester als im Vorjahr.

Die Marke von 25.000 wird aber weiterhin deutlich überschritten.

Mit 25.246 Studierenden rechnet die Hochschule nach den vorläufigen Zahlen für das neue Semester, das am Montag beginnt. Das sind knapp 300 weniger als im Vorjahr (25 538). Zum Vergleich: Vor zehn Jahren gab es rund 18.000 Studenten an der Uni Kassel. Seither brach die Hochschule bei den Studierendenzahlen jedes Jahr ihre eigenen Rekorde.

Erstsemester weiter rückläufig

Während die Gesamtzahlen noch stiegen, war die Zahl der Erstsemester bereits in den vergangenen beiden Jahren leicht rückläufig. Auch in diesem Jahr setzt sich der Trend fort: Die Zahl der Studierenden im ersten Fachsemester (Bachelor und Master) liegt bei aktuell 5492 (Vorjahr: 6015). Als echte „Erstis“, die erstmals an einer Hochschule studieren, starten 4657 ins bevorstehende Semester.

Uni-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey treibt der leichte zahlenmäßige Rückgang keine Sorgenfalten auf die Stirn. Er hat stets betont, dass sein Ziel vor allem ein qualitatives Wachstum der Hochschule sei. Wenn jetzt die Zeiten der Studierenden-Höchststände zu Ende gingen, eröffne das auch Spielräume die Betreuung der Studierenden zu intensivieren, sagte Finkeldey.

Mehr internationale Studierende

Erfreut ist er über den weiter wachsenden Anteil internationaler Studierender. Ihre Zahl steigt leicht auf 3240, was einer Quote von 12,8 Prozent entspricht (Vorjahr: 12,5). Die Universität sei fest in der Region verankert, aber zugleich Teil einer globalen akademischen Gemeinschaft, betonte der Präsident. „Internationalität ist für uns selbstverständlich und stärkt auch die Region“.

Finkeldey appellierte zudem an die kommende Landesregierung, für eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen in Hessen zu sorgen.

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