Läden sind erreichbar

Untere Königsstraße: Fast alle Wasserleitungen bereits erneuert

Hier wird fleißig gebuddelt: Am Stern wird derzeit auf beiden Seiten gebaut, weil die neuen Leitungen an eine Trafostation angeschlossen werden müssen. Fotos:  Heise-Thonicke

Kassel. Es geht gut voran mit den Bauarbeiten auf der Unteren Königgstraße zwischen Königsplatz und Stern.

Die Wasserleitungen seien bereits zu 90 Prozent erneuert, erläutert Marwin Töpfer, Polier der Kasseler Baugesellschaft Emmeluth. Bis Ende November sollen auf der Ostseite der Fußgängerzone auch die Gas- und Stromleitungen ausgetauscht sein.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite überprüft die Städtische Werke Netz+Service GmbH bis Ende November die Hausanschlüsse und erneuert diese bei Bedarf. An den kleineren Baugruben, die in regelmäßigen Abständen auf beiden Seiten der Gleise angelegt wurden, arbeiten derzeit rund zwölf Mitarbeiter mit Hochdruck. Denn die benachbarten Geschäfte sollen möglichst wenig beeinträchtigt werden, betont Töpfer.

Hans Wild, der in der dritten Generation das Tabakwarengeschäft Rocholl betreibt, ist voll des Lobes für die Bauleute. „Ich habe noch nie eine Firma erlebt, die so sauber und ordentlich arbeitet“, sagt der Geschäftsmann. Die Zusammenarbeit sei hervorragend, die Verantwortlichen seien stets ansprechbar. Und so ist Wild zuversichtlich, dass sich die Beeinträchtigungen für sein Geschäft und seine Kunden, die mitunter auf Gehhilfen und Rollstühle angewiesen seien, in Grenzen halten. Die Freude auf die Neugestaltung der Einkaufsstraße hält sich bei dem 65-Jährigen jedoch in Grenzen. „Das gräuliche Pflaster ist so was von langweilig“, sagt er. Wild hätte sich gewünscht, dass mehr Akzente gesetzt würden. Auch eine besondere Attraktion, vielleicht im Zusammenhang mit der documenta, würde er sich wünschen.

Vielleicht käme dann mehr Laufkundschaft in die Untere Königsstraße, meint auch der Geschäftsführer des benachbarten Game Shops, Sven Isermann. Auch ein paar mehr Bäume oder andere auflockernde Elemente könnte sich der Geschäftsmann vorstellen. „Eine Aufwertung würde viel bringen“, sagt Isermann. Dafür, dass sich in der Einkaufsstraße etwas tut, nimmt er auch den Baustellenlärm hin. Am meisten stören ihn aber die Radfahrer, die mitunter nahe an den Ladeneingängen vorbeirasten.

Durch die Bauarbeiten würden diese Raser, die ihr Zweirad aufgrund des Fahrradverbots in der Königsstraße eigentlich schieben müssten, jetzt immerhin etwas ausgebremst. Zur Adventszeit wird die Baustelle bis voraussichtlich März nächsten Jahres in die Winterpause gehen. Danach wird auf der westlichen Straßenseite (City-Point) weitergebaut. Die Leitungsarbeiten sollen dann im Mai abgeschlossen sein.

Danach beginnt der Straßenbau mit der Neugestaltung der Oberflächen. Dazu gehört ein einheitlicher Pflasterbelag. Die Kosten für den Umbau der  Königsstraße sind mit 10,6 Millionen Euro veranschlagt.

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