Sitzgelegenheiten auch in Küchengraben versenkt

Schutz vor Vandalismus: Bänke in Kassel werden angeschraubt

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Fest verschraubt: MHK-Mitarbeiter Nico Schelper zeigt, wie die Bänke vor der Orangerie jetzt im Boden verschraubt sind, damit sie nicht mehr verstellt werden können. 

Kassel. Immer wieder fiel in den vergangenen Wochen auf, dass die Bänke vor der Orangerie nicht an ihrem Platz standen. Dabei ist es eigentlich verboten, die Bänke zu verrücken.

Manchmal standen sie gegenüber einer anderen Bank, vermutlich, um sich mit mehreren Personen bequemer unterhalten zu können, manchmal standen ganze Gruppen von Bänken zusammen.

Einmal musste sogar eine der Bänke von der Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK) aus dem Küchengraben in der Karlsaue gezogen werden. Vandalen hatten sie darin versenkt.

Fest verschraubt

Um dem entgegenzuwirken, ergreift die MHK jetzt rund um die Orangerie Maßnahmen. „Die Bänke oberhalb und unterhalb der Balustrade haben jetzt Fundamente bekommen und sind verschraubt worden“, sagt Natascha Callebaut, Sprecherin der MHK.

In der Testphase seien vorerst zwanzig Bänke so befestigt worden, in der nächsten Woche folgen weitere. Pro Bank betragen die Kosten dafür 200 Euro.

Die Bänke am Küchen- und am Hirschgraben sind seit Jahrzehnten bereits ähnlich befestigt, sodass es hier keine Probleme gibt. Allein nach Wochenenden, wo sich besonders viele Menschen in der Karlsaue aufhalten, waren die Mitarbeiter der MHK mindestens zwei Stunden damit beschäftigt, die Bänke wieder an ihren ursprünglichen Platz zu bringen.

Im Bergpark ist das Problem deutlich kleiner: Hier würden Bänke nur im Bereich des Bowlinggreens am Schloss Wilhelmshöhe verstellt, heißt es. Auch hier sei ein Verschrauben der Bänke, wie in der Karlsaue angedacht. Darüber werde aber noch entschieden.

Auch bei der Stadt Kassel ist das Problem insbesondere bei den roten Bänken auf dem Friedrichsplatz bekannt. „Allerdings können dort die Bänke nicht fest montiert werden, weil durch unterschiedliche Veranstaltungen im Jahr die Bänke immer mal wieder abtransportiert und zur Seite gestellt werden müssen“, erklärt dazu ein Sprecher der Stadt Kassel.

Um das Verrücken der Bänke zu erschweren, seien immer drei Bänke mit stabilen Eisenplatten an den Füßen miteinander verschraubt worden. Leider helfe auch dies vielfach nicht bei den oft mutwilligen nächtlichen Aktionen.

In den vergangenen Jahren habe sich die Problematik mit den umgestellten Bänken aufgrund der unbeständigeren Wetterlage in Grenzen gehalten, heißt es. In diesem Sommer stelle sich das Ganze allerdings etwas anders dar.

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