Firma Baureka stellt Kleidung und Müllsammelwagen

"Ich bin schon richtig berühmt": Große Unterstützung für arbeitslose Kasseler Putzfee

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Gut ausgerüstet: Manuela Maass in ihrer neuen Arbeitskleidung. Auch für den Winter hat sie Kleidung von der Firma Baureka bekommen, die ihr auch den Müllsammelwagen besorgt hat. Vertriebsleiter Jens Andrecht brachte diesen vorbei.

Nach unserem Bericht über die arbeitslose Manuela Maass, die freiwillig die Kasseler Friedrich-Ebert-Straße putzt, gab es viel Unterstützung für die 47-Jährige. Nur einen neuen Job hat die Putzfee noch nicht.

Manuela Maass hat in den vergangenen Tagen viel geweint. Aus Freude. Nach unserer Berichterstattung über die Arbeitslose, die seit vielen Monaten freiwillig an fünf Tagen die Woche die Kasseler Friedrich-Ebert-Straße sauber hält, hat die Hartz-IV-Empfängerin aus Kassel viel Unterstützung und Aufmerksamkeit bekommen.

Die Kasseler Firma Baureka wollte der 47-Jährigen helfen und stattete sie nicht nur mit einer professionellen Arbeitskleidung aus, sondern beschaffte ihr auch einen Müllsammelwagen. Bislang hatte sie den aufgesammelten Müll in einem ausrangierten Kinderwagen transportiert.

„Wir haben den HNA-Artikel über Manuela Maass gelesen und wollten ihre Arbeit erleichtern. Denn das, was sie leistet, kann die Stadt gar nicht leisten“, sagt Jens Andrecht, Vertriebsleiter von Baureka. Sein Chef, Dirk Röth, habe das Vorhaben sofort unterstützt. Es müsse honoriert werden, wenn sich ein Arbeitsloser freiwillig einbringt.

Putzfee Manuela Maass

Auch Kai Dormann vom Zeiss Vision Center an der Friedrich-Ebert-Straße wollte helfen: „Mit welchem Ehrgeiz Manuela die Straße hier sauber hält, ist aller Ehren wert“, sagt Dormann. So hat er sich entschieden, Maass eine Gleitsichtbrille zu schenken. Mit dieser hat die kurzsichtige Frau wieder den Durchblick. Den braucht sie auch, denn sie ist bei jedem Wetter morgens ab 4.30 Uhr auf der Kneipenmeile unterwegs, um den Unrat zu beseitigen.

Als „Putzfee“ fühlt sich Manuela Maass wie eine Art Maskottchen der Friedrich-Ebert-Straße. Inzwischen trägt sie selbstbewusst eine Mütze mit dieser Aufschrift, die sie von der Stickerei Kreuzstich geschenkt bekam. Sie sei in den vergangenen Tagen sicher hundertmal von Passanten bei der Arbeit angesprochen worden. Kein Wunder: Nach dem HNA-Bericht wurde die Arbeitslose von mehreren Fernseh- und Radioteams bei ihrer Arbeit begleitet. „Ich bin hier schon richtig berühmt“, sagt die 47-Jährige und vergießt schon wieder ein paar Tränen. Ihr Lohn für die Arbeit ist die Anerkennung durch die Menschen in dieser Stadt.

Eine Festanstellung hat sich noch nicht ergeben. Auch weil die Kasselerin zeitlich nicht ganz so flexibel ist, weil sie in ihrer Wohnung an der Friedrich-Ebert-Straße ihren Mann pflegt, der ein paar Jahre älter ist. Aber im Januar hat sie vom Jobcenter Kassel eine Fortbildung angeboten bekommen. Auch ein Praktikum bei den Stadtreinigern steht in Aussicht.

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