Bilanz für neue Geschwindigkeits-Messgeräte

Viele Autos in Kassel zu schnell: Schon 47.000 Mal blitzte es

Kassel. Viele Auto- und Lastwagenfahrer sind in Kassel zu schnell unterwegs. Das belegen die sechs neuen stationären Geschwindigkeits-Messanlagen, die seit 24. November den Verkehr an vier Standorten im Stadtgebiet überwachen.

Die neuen Blitzer stellten in den ersten neun Betriebswochen schon 46 655 Geschwindigkeitsüberschreitungen in Kassel fest. Unrühmlicher Spitzenreiter der Temposünder war ein Autofahrer, der auf der Bundesstraße 83 mit 119 Stundenkilometern geblitzt wurde. 50 km/h sind dort erlaubt.

Auf Anfrage hat die Stadt Kassel jetzt eine erste Bilanz für die neuen Blitzer gezogen. Danach registrierten die Geräte in den ersten neun Wochen mehr als 3,3 Millionen vorbeifahrende Autos. Knapp 47 000 Fahrzeuge fuhren schneller, als es die zulässige Höchstgeschwindigkeit erlaubt.

Im Schnitt aller Messanlagen waren 1,4 Prozent der erfassten Fahrzeuge zu schnell, berichtet Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Damit sei die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen im Bereich der Messstellen deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2014 seien bei Messungen noch zwischen drei und sechs Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen, an der B 83 waren es sogar 58 Prozent. Nach neun Wochen Betrieb der neuen Anlagen könne die Stadt Kassel daher ein positives Fazit ziehen, sagt Ingo Happel-Emrich. „Das Ziel, durch die stationären Geschwindigkeitsmessanlagen positiv auf die Verkehrssicherheit einzuwirken, wird somit erreicht.“

Wie berichtet, hatte die Stadt Kassel Ende 2016 für mehr als 500.000 Euro die sechs stationären Messgeräte angeschafft und an vier Hauptverkehrsstraßen aufbauen lassen – nämlich an der B 83, der Wilhelmshöher Allee, der Frankfurter Straße und am Steinweg. An allen Standorten wurden nicht nur viele Tempoverstöße, sondern auch einige viel zu schnelle Autos festgestellt.

Rubriklistenbild: © Koch

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