Holzhütte direkt neben documenta-Kunstwerk

Weihnachtsmarkt: Für den Obelisken in Kassel wird’s eng auf dem Königsplatz

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Umrahmt von Tannenbaum und Pyramide, ist nun auch eine Holzhütte dicht an ihn herangerückt: der Obelisk auf dem Königsplatz. Der Verbleib des documenta-Kunstwerks in Kassel ist offen, seine Einbeziehung auf dem Weihnachtsmarkt wenig attraktiv.

Kassel. Der Verbleib des Obelisken in Kassel ist offen. Zum Märchenweihnachtsmarkt ist eine Holzhütte direkt neben dem documenta-Kunstwerk aufgebaut worden. 

Dass der Obelisk des Künstlers Olu Oguibe während des Weihnachtsmarkts noch auf dem Königsplatz in Kassel stehen wird, war bekannt. Dass es für das Außenkunstwerk der documenta 14 dort aber während des märchenhaften Treibens richtig eng würde, ist erst jetzt klar. Direkt neben dem Obelisken wurde nun nämlich eine Holzhütte errichtet, in der laut Standplan demnächst handgefertigter Schmuck angeboten werden soll.

Der Standort

Der Obelisk steht beim Märchenweihnachtsmarkt auf dem Frau-Holle-Platz. Daneben wurde auf der einen Seite der Schmuckstand (Nr. 72) und auf der anderen die Nusshütte (Nr. 73) aufgebaut. Der Abstand des Obelisken zur Nr. 72 beträgt oben am Hüttendach und unten am Sockel des Kunstwerks nur rund 30 Zentimeter. Von der Seite sieht es so aus, als wäre die Hütte an das Kunstwerk angedoc(k)t.

Die Richtlinien

Die Standorte für die Hütten und alle anderen Dinge auf dem Markt gibt der Standplan des Veranstalters Kassel Marketing GmbH vor. Eigentlich ist alles geregelt. In den Zulassungsrichtlinien ist zum Beispiel festgelegt, wie die Stände auszusehen haben. Da heißt es etwa, dass Hütten „in rustikaler Naturholzoptik mit den Farbtönen Palisander und Kastanie sowie mit einem dunkelgrünen Dach“ zu bevorzugen sind. Giebel seien mit Tannengrün zu dekorieren. Zur Beleuchtung seien möglichst LED-Birnen zu verwenden – anzubringen in einem Abstand von 30 bis 40 Zentimetern.

Die Einschätzung der Stadt

30 bis 40 Zentimeter – das entspricht etwa dem Abstand zwischen Stand 72 und dem Obelisken. Richtlinien dazu existieren aber offenbar nicht. Der Standplan von Kassel Marketing als Veranstalter des Weihnachtsmarkts sei vom Ordnungsamt genehmigt worden, berichtet die für Kultur zuständige Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp. Ein Mindestabstand, der zwischen dem Außenkunstwerk und den Ständen eingehalten werden müsse, sei nicht bekannt, sagt Bohnenkamp.

So bleibt der Obelisk also vorerst in Kassel. Und die Hütte während des Montag beginnenden Weihnachtsmarkts ganz dicht an ihm dran.

Um den Verbleib und den Kaufpreis des Obelisken war zuletzt immer wieder diskutiert worden. 

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