ISO, Blende, Belichtungszeit

Zehn Tipps: Worauf Sie beim Fotografieren von Feuerwerk achten sollten 

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Zerstreutes Licht: Dieses Foto gelang mit einer relativ langen Belichtungszeit von sechs Sekunden und mit einer Blende von elf.

Kassel. Für viele ist ein großes Feuerwerk in der Silvesternacht der krönende Abschluss des Jahres. Die bunten Lichter mit der Kamera festzuhalten, ist allerdings kein leichtes Unterfangen. Dazu kommt, dass einem im Winter oft das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht.

HNA-Fotograf Christian Hedler hat in der Silvesternacht vom Treppenhaus des H4 Hotels an der Stadthalle mit seiner Canon EOS 7D Mark II fotografiert. Von dort hatte er die Friedenskirche für die perfekte Kulisse im Blick. Hier gibt er zehn Tipps rund um die richtige Ausrüstung und Einstellung einer Spiegelreflexkamera.

1. Die Lichtverhältnisse

Waren Silvester ähnlich wie bei anderen Nachtaufnahmen auch. Steht die Kamera auf einem Stativ, verhindert das Verwacklungen. Zum Auslösen sollte ein Fernauslöser (per Funk oder Kabel) benutzt werden. Alternativ geht es auch mit dem Selbstauslöser an der Kamera, aber der lässt sich wegen der Vorlaufzeit nicht ganz so gut steuern.

2. Erhöhter Standpunkt

 Am besten auf einem frei zugänglichen Dach oder Balkon – trägt dazu bei, dass man einen guten Überblick hat und verhindert, dass jemand durchs Bild läuft. Der Aufnahmestandort sollte möglichst ruhig sein, sodass niemand das Stativ umrennen kann.

3. Die ISO-Zahl

 Empfehlenswert ist eine möglichst niedrige ISO-Zahl, etwa ISO 100 oder 200. Das sorgt für gute Qualität, sodass man später unter Umständen Ausschnittsvergrößerungen machen kann und verhindert zugleich Überbelichtung.

4. Die Verschlusszeit

Die sollte etwa drei bis sechs Sekunden dauern, um die Leuchtspur aufs Bild zu bekommen. An vielen Kameras lässt sich das über die manuelle Einstellung (Programm M) oder den sogenannten BULB-Modus regeln. Nicht jedes Bild wird gelingen. Daher sollte man die genaue Verschlusszeit am besten durch Ausprobieren ermitteln und möglichst viele Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungszeiten machen. Manchmal werden ja Leuchtraketen schon vor Mitternacht gezündet. Bereits in dem Moment auslösen, wenn die Rakete gezündet wird.

Zerstreutes Licht: Dieses Foto gelang mit einer relativ langen Belichtungszeit von sechs Sekunden und mit einer Blende von elf.

5. Die Blende

 Bei einer Verschlusszeit von einigen Sekunden dürfte man mit Blende acht, elf oder 16 die besten Ergebnisse erzielen.

6. Der Autofokus

Sollte an der Kamera abgestellt werden, denn im Dunkeln funktioniert er nicht. Im manuellen Focus kann man auf die Entfernung „unendlich“ stellen. An manchen Kameras kann man den AF-Schalter auf MF umstellen.

7. Das Objektiv

 Weitwinkel-Objektive eignen sich gut für Feuerwerksaufnahmen. Hat man zum Beispiel ein Kit-Objektiv mit der Brennweite 18-55 mm, am besten auf 18 mm einstellen.

8. Der Zeitpunkt

Weil sich bei viel Feuerwerk Rauch und Nebel verbreiten, ist es besser, möglichst bereits am Anfang zu fotografieren.

9. Der Hintergrund

Historische Bauwerke im Hintergrund, etwa eine Kirche, ein Schloss oder der Überblick über die Altstadt lassen die Feuerwerks-Bilder noch besser aussehen. Zu helle Lichtquellen in der Nähe können aber zu Überbelichtungen führen.

10. Die Belichtungszeit

 Will man mehrere Raketen fotografieren, sollte die Belichtungszeit länger als drei bis sechs Sekunden sein.

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