Sendung am 13. November

Der Kasseler Stephan Weiler kam bei „Bares für Rares“ gut an

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Originell: Die Plastik von Thomas Virnich will Stephan Weiler bei „Bares für Rares“ verkaufen.

"Bares für Rares" - der Kasseler Stephan Weiler ist in der ZDF-Kult-Trödel-Show am 13. November zu sehen. Er fiel mit einem besonderen Kunstwerk auf.

Dass er sich mit seinem „Landsmann“ Horst Lichter, Fernsehkoch und beliebter Entertainer mit Schnurrbart, auch ohne viele Worte gut verstehen würde, hatte Stephan Weiler von Anfang an geahnt.

Obwohl: Ohne viele Worte – das ist bei einem Rheinländer eigentlich ein Widerspruch in sich. „Hallo Horst, ich bin der Stephan Weiler aus Kassel“, sprudelte es bei der ersten Begegnung aus ihm hervor. Vor laufender Kamera.

Er ist ein großer Fan der Show

Aber der Reihe nach: Der in Neuss geborene Stephan Weiler (52), Inhaber einer Ein-Mann-Werbeagentur in Kassel, ist – wie so viele – großer Fan der ZDF-Kult-Trödel-Show „Bares für Rares“. Für diejenigen, die die Sendung nicht kennen: Jeder, der ein antiquarisches Schätzchen veräußern möchte, kann sich übers Internet zur Sendung anmelden. 

Mit etwas Glück gehört er zu den Auserwählten, die eingeladen werden, um sein Verkaufsobjekt von Experten bewerten und schätzen zu lassen, damit es anschließend – mit noch mehr Glück – von sich überbietenden Händlern gekauft werden kann. Vorausgesetzt, der Preis ist genehm. Dann wird cash bezahlt. Und die Kameras halten alles fest.

"Bares für Rares" - so fiel der Kasseler Stefan Weiler der Produktionsfirma auf

Weiler fiel auf. Er hatte ein Kunstwerk im Angebot, wie es den Experten vom ZDF wohl noch nie untergekommen war: Vor über 15 Jahren hatte er für die Kasseler Kunstausstellung „Mensch – Himmelwärts“ in der Elisabethkirche, parallel zur Documenta 11, die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Mit dem Künstler Thomas Virnich, der dort sakrale Skulpturen ausstellte, freundete sich Weiler an. 

Als Lohn für seinen guten Job („Wir hatten 30.000 Besucher“) schenkte ihm Virnich am Ende eine 40 Zentimeter große Arbeit aus Terrakotta mit Jesus-Darstellung. „Die ist mindestens 1000 Euro wert“, habe ihm der documenta-Künstler aus Mönchengladbach noch mit auf den Weg gegeben. Aber ans Verkaufen dachte Weiler da noch nicht. Viele Jahre habe das Kunstwerk sein Wohnzimmer geschmückt. Nach einem Umzug landete es aber auf dem Dachboden.

Originell: Die Plastik von Thomas Virnich will Stephan Weiler bei „Bares für Rares“ verkaufen.

Zu schade, dachte Weiler. Vielleicht freut sich jemand anderes daran und vielleicht wäre das originelle Kunstwerk ja was für „Bares für Rares“? Den Künstler hatte er übrigens über sein Vorhaben informiert. Der hatte ihm viel Glück gewünscht.

Kasseler "Bares für Rares"-Teilnehmer hatte ganz schön Respekt bei den Aufnahmen

Weiler wird von der Filmproduktionsfirma zur Aufnahme nach Köln eingeladen. „Sagen wir Du oder Sie?“ lautete die erste Frage. Natürlich „Du“. „Die waren alle super nett und ich habe mich extrem wohlgefühlt“, sagt Weiler. Trotzdem hatte er ganz schön Respekt. Obwohl er beileibe nicht auf den Mund gefallen ist, habe er Vieles, von dem, was er alles sagen wollte, gar nicht angebracht. Den Leuten vom Film war sofort seine orange farbene Kombi von Polo-Shirt und Brillengestell aufgefallen.

 „Ah, die ZDF-Farben“ meinten sie und dachten wohl, er habe sich eigens fürs Set herausgeputzt. „Nee, das sind schon immer meine Farben“, wollte Weiler eigentlich sagen. Hat er aber nicht. Und als endlich Horst Lichter um die Ecke kam und beim Urteil des Experten freundlich dazwischenplapperte „Ach, verkaufen wir jetzt schon Backsteine?“, war Weiler so perplex, dass er nichts Schlagfertiges erwidern konnte. „Anschließend fallen einem immer 1000 Sachen ein.“

"Bares für Rares": Kasseler Stefan Weiler hatte ein Geschenk für Horst Lichter dabei

Dabei hatte sich Stephan Weiler, dem ebenso wie Lichter der Schalk im Nacken sitzt, bestens vorbereitet. Sogar ein Geschenk hatte er für Lichter liebevoll angefertigt. Das durfte er ihm dann hinter den Kulissen überreichen: ein eigens gedrucktes „Händlerkärtchen“. Die sogenannte Händlerkarte spielt eine zentrale Rolle in der Sendung. Sie wird dem Teilnehmer überreicht, wenn er nach dem Expertenurteil das Go für die Verkaufsverhandlungen bekommt.

Und da ne Kölsche Jung prinzipiell gerne verniedlicht, heißt die Karte bei Lichter stets „Händlerkärtchen“. Weiler hat seine Karten-Kreation noch mit dem Zusatz „dat richtije“ versehen und mit einem stilisierten Schnurrbart-Träger bedruckt.

„Darüber hat sich der Horst, glaube ich, richtig gefreut“, sagt Weiler.

Für ihn jedenfalls sei das Dabeigewesensein und das Zusammentreffen mit Lichter das Wichtigste gewesen. Und sein Kunstwerk? Ist er es zu einem guten Preis losgeworden? Dieses Geheimnis wird in der Sendung „Bares für Rares“ gelüftet.

Service:Die Folge wird im ZDF am Mittwoch, 13. November, 15.05 Uhr, gesendet.

Immer wieder gibt es verschiedenste Gerüchte über "Bares für Rares", im Juni hat ein Insider ausgepackt. Der Kandidat enthüllte mehrere Details. 

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