Suche nach neuem Standort für Stadtarchiv erfloglos

Zeit drängt für Kasseler Markthalle: Pachtvertrag läuft im Mai aus

Beliebter Treffpunkt: Die Markthalle im historischen Marstall. Im Dachgeschoss sowie in weiteren Bereichen des Gebäudes ist das Stadtarchiv untergebracht. Die Suche nach einem neuen Standort für das Archiv blieb bislang ohne Erfolg. Archivfoto: Malmus

Kassel. Über die Zukunft der bei Händlern und Besuchern so beliebten Markthalle im ehemaligen Kasseler Marstall muss in absehbarer Zeit eine Entscheidung getroffen werden.

Im Mai läuft bekanntlich der Pachtvertrag zwischen der Stadt Kassel und der Markthallen-Betriebs-GmbH aus.

Wie es mit der Markthalle weitergehen wird, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen. „Genaueres können wir noch nicht sagen“, betont dazu Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich auf Anfrage. Erklärtes Ziel des Magistrats sei es, die Markthalle im Marstall auch weiterhin als Markthalle zu betreiben. Man sehe das Angebot als wichtige Infrastruktur, so Happel-Emrich.

Nach seinen Angaben hat die Stadt Kassel das Erbbaurecht am Gebäude an die hessische Landesbank übertragen, die Räumlichkeiten zurückgeleast und weitervermietet. Im Jahr 2015 hatte die Händlergemeinschaft das 50-jährige Bestehen der Markthalle gefeiert. Vor einem halben Jahrhundert waren die Markthändler von Königsplatz und Entenanger in die Markthalle an der Tränkepforte umgezogen. Der Marstall war nach der Zerstörung im Krieg wieder aufgebaut worden.

Schon in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung waren die Verhandlungen um die Markthalle und das ebenfalls im Marstall angesiedelte Stadtarchiv zum Thema gemacht worden. Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) bezeichnete die Unterbringung des Stadtarchivs in mehreren Etagen des Marstalls als „suboptimal“. Auf Anfragen der Freien Wähler erklärte Hilgen, die Stadt suche noch immer nach einem anderen Standort. Da die Suche aber bisher erfolglos geblieben sei, habe man das „Haus der Archive“ auch noch nicht realisieren können.

Allerdings dränge das Stadtarchiv niemand aus dem Marstall, betonte der Oberbürgermeister zu einer Nachfrage des CDU-Stadtverordneten Marcus Leitschuh. Hilgen: „So lange das Stadtarchiv im Marstall bleiben muss, bleibt es auch da.“

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