Zirkus Flic-Flac feierte Premiere

Zirkus Flic-Flac feierte Premiere: Ein Abend der Superlative

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Herzklopfen zum Finale: Die Motocross-Freestyle-Jumpers der „Mad Flying Bikes“ fliegen mit ihren Maschinen durch die Manege. Fotos:  Koch

Kassel. Die knapp 1300 Zuschauer waren bei der Premiere der achten Auflage des Festivals der Artisten auf dem Kasseler Friedrichsplatz begeistert.

Verdammt noch mal: Der Zirkus Flic-Flac macht es seinem Publikum in diesem Jahr wirklich nicht leicht. Die Premiere des Festivals der Artisten am Donnerstagabend auf dem Friedrichsplatz war in seiner Gesamtheit so grandios, dass nicht wenige Flic-Flac-Kenner sich einig waren, die beste Show seit Jahren gesehen zu haben. Es war ein Abend voller Hochleistung, Zauber, Spannung und Spaß. Ein Abend der Superlative.

Da kann man nur froh sein, wenn man nicht zu den zehn Zuschauern gehört, die am Ende jeder Vorstellung die drei besten Nummern wählen sollen. Denn jeder, der über 50 Künstler hätte bei der achten Auflage des Festivals in Kassel einen Preis verdient.

Stark und anrührend

Schon die erste Nummer, die „Puje Troupe“ aus der Mongolei, sorgte für Kommentare wie „Alter Schwede“ im Publikum. Männer mit vielen Muskeln und noch mehr Körperbeherrschung schleudern sich durch die Luft und fangen sich nach Pirouetten wieder auf. Sie kreieren eine Pyramide aus acht Menschen. Das ist nicht nur stark, sondern auch anrührend.

Ebenso Handstandakrobat Oleg Izossimov aus Russland: Auf einer handtellergroßen Fläche balanciert er seinen Körper. Dabei verbindet er die Grazie eines Balletttänzers und die Stärke eines Adonis. Fantastisch, wie er sich wie in Zeitlupe bewegt.

Tosender Applaus auch für die Asiatinnen Aynar, Almur und Toja, die ihre Körper verbiegen und dabei immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Die Russin Ekaterina Abakarova stellt ihre absolute Körperbeherrschung an zwei Tuchschleifen unter der Zirkuskuppel unter Beweis.

Zwei, die sich absolut vertrauen müssen, sind die Luftartisten vom „Duo Exxtreme“ aus Bulgarien. Frau und Mann mit beneidenswert durchtrainierten Körpern hängen an dünnen Tüchern, er wirft und fängt sie (ohne Sicherung), sie tauchen in ein Wasserbecken in der Manege und spielen mit dem Feuer. Das ist eine spektakuläre Nummer, die die beiden eigens für Flic-Flac kreiert haben.

Auch das Comedy-Programm ist vom Feinsten. Das Komiker-Duo Bert und Fred aus Belgien beweist, dass nicht alle Männer bei Flic-Flac wirklich stark sind. Bert, der männliche Part, ist ein Duckmäuser, der sich von der dominanten Frau Fred mit Messer, Hammer und Peitsche zu Mutproben zwingen lässt. Das ist nicht nur für Frauen unterhaltsam.

Geburt nachgespielt

Der New Yorker Peter Shub bringt mit seinen Comedy-Einlagen alle Generationen zum Lachen. Unfassbar, wie dieser Mann seine eigene Geburt nachspielt. Auf solch eine Idee muss man erst mal kommen.

Premiere des Zirkus Flic-Flac in Kassel

Zu Flic-Flac gehören aber auch Benzingeruch und lautes Motorengeheul: Zum Finale flogen in diesem Jahr auch wieder vier Motocross-Künstler mit ihren Maschinen durch die Manege. Diese mutigen Männer sorgen mit Rückwärtssalto und Handständen im Flug für Herzklopfen und feuchte Hände. Möge ein Schutzengel immer mit ihnen fliegen.

Keine Frage, dass die knapp 1300 Zuschauer der Abendpremiere alle Künstler mit Ovationen im Stehen feierten.

Die Vorstellungen auf dem Friedrichsplatz finden bis zum 8. Januar jeweils um 16 und 20 Uhr statt. Karten gibt es von 22/19 Euro bis 49/45 Euro im Zirkuszelt und beim HNA-Kartenservice (Tel. 05 61/ 203-204).

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