1000 Besucher mehr als im Vorjahr

Zirkus Flic Flac lockt 56.000 Zuschauer mit Humor

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Deutlich vorn: Housch ma Housch (Semen Shuster) zauberte Kassel ein Lächeln ins Gesicht und belegte den ersten Platz.

Kassel. Einen Rekord bei den Zuschauerzahlen konnten die Veranstalter vom Zirkus Flic Flac dieses Mal nicht vermelden. „Wir sind trotzdem superzufrieden“, sagte Pressesprecherin Meike Schütte.

Insgesamt 56.000 Zuschauer kamen zu den 41 Shows. In vorangegangenen Jahren seien es auch schon mal etwas mehr gewesen. Aber die Zahlen seien immer sehr unterschiedlich, „je nachdem, wie die Feiertage liegen“.

Eindeutig sei die sehr gute Auslastung der Vorstellungen gewesen, die bei 95 Prozent gelegen habe. Auch in der nächsten Saison soll das Festival der Artisten dann zum siebten Mal in Kassel stattfinden. Bestätigt fühlte sich Flic-Flac-Direktor Benno Kastein. „Das 6. Festival der Artisten hatte eine Menge starker artistischer Darbietungen, wir waren aber sehr gespannt, wie das Publikum vor allem auf den Schwerpunkt der Komik reagieren würde“, sagte er. „Der endgültige Punktestand zeigt, dass Kassel viel Sinn für Humor hat.“

Mit deutlichem Abstand habe sich Housch ma Housch (Semen Shuster) schon am Premierentag an die Spitze gesetzt und gewann nun das Festival mit deutlichem Abstand vor seinen Mitbewerbern. Nach der 41. und letzten Show erhielt „der König der Komiker“ den Flic-Flac-Pokal aus den Händen von Bürgermeister Jürgen Kaiser und eine Siegerprämie von 15.000 Euro, spendiert vom Autohaus Glinicke.

Mit ganz anderer Kunst beeindruckten die Könige der Luft, die Wallenda Familie aus den USA. Für ihre Darbietungen erhielt sie den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Preis, gestiftet von der Firma Ticketmaster.

Ein weiterer König sicherte sich den dritten Platz. Willer Nicolodi, gebürtiger Italiener, der heute in der Schweiz lebt, wird auch „König der Bauchredner“ genannt. Seine Siegprämie von 5000 Euro wurde erstmals gestiftet von der HNA.

Verleihung des Flic-Flac-Pokals

Während Housch ma Housch mit exzentrischer Komik die Herzen berührte, ließen sich die Wallendas mit ihrer legendären Siebener Pyramide auf dem Hochseil als Vertreter der großen klassischen Zirkus-Akrobatik feiern. Die weltberühmte Familie aus den USA mit Wurzeln in Deutschland – und Verwandten in Kassel – hat die Zeit auf dem Friedrichsplatz sehr genossen, ebenso wie Bauchredner Willer Nicolodi, dessen redselige Ratte Joselito die Herzen eroberte.

Bleibende Eindrücke hinterließen seit dem 19. Dezember nicht nur die drei Sieger. Der Brasilianer Super Silva ging die Decke hoch - indem er kopfüber, die Füße in Schlaufen bewegend, am Zelthimmel lief und dabei spektakuläre Sprünge vollführte. Die Flying Cortes flogen riskant am Trapez, die äthiopische Schönheit Rich Miteku verbog sich hypnotisierend graziös.

Für beste Unterhaltung sorgte auch Claudius Specht, mit dem ein Flic-Flac-Gewächs zu seinen Wurzeln zurückkehrte. Im Alter von 20 Jahren hatte der heute international renommierte Jongleur bei Benno Kastein sein Debüt gefeiert. (clm)

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