Seit Donnerstag sind beide Lokale bereits geschlossen

Café La Vision und China-Restaurant Hoang verlassen Kö-Galerie in Kassel

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Hier wird ab heute nur noch ausgeräumt: Zwölf Jahre lang gab es das „La Vision“ in der Kö-Galerie. Die Räume des China-Lokals „Hoang“ (linker Eingang) sind schon wieder vergeben.

Kassel. In der Königs-Galerie verlassen zum Monatswechsel zwei gastronomische Mieter ihre Räumlichkeiten mit Panoramablick auf den Friedrichsplatz: das Café La Vision und das China-Restaurant Hoang.

Das Restaurant und Café La Vision hatte am Donnerstag zum letzten Mal geöffnet, wie überraschte Stammgäste vom Personal erfuhren. Und das darüber liegende China-Restaurant Hoang hat bereits Anfang der Woche für immer den Betrieb eingestellt.

Beide Pächter haben nach Angaben des Galerie-Managements darauf verzichtet, nach vielen Jahren einen auslaufenden Mietvertrag zu verlängern. Sascha Kovacs, Inhaber des La Vision, bestätigte das gegenüber der HNA. Er hatte sein Lokal in der Kö-Galerie vor zwölf Jahren eröffnet, damals war der junge Küchenchef gerade 20 Jahre alt.

Seit knapp zwei Jahren betreibt Kovacs zusätzlich das Restaurant Denkmahl an der Ecke Querallee und Friedrich-Ebert-Straße im Vorderen Westen. Der Gastronom ist dort auch Eigentümer der atmosphärischen Räumlichkeiten.

Doppelbelastung als Inhaber und Küchenchef

Bei der Eröffnung im Frühjahr 2016 habe es aber noch keine Absicht gegeben, sich mittelfristig aus der Kö-Galerie zu verabschieden, sagte Kovacs: „Das hat sich dann mit der Zeit so ergeben.“ Eine ganze Weile habe er nun als Inhaber und Küchenchef die beiden Betriebe alleine geführt, was eine erhebliche Arbeitsbelastung bedeute. Künftig wolle er sich nun „ganz auf das Denkmahl konzentrieren.“

Die Eheleute Diem hatten ihr China-Restaurant Hoang in der Königs-Galerie noch länger betrieben, nämlich fast 15 Jahre. Sie sollen sich dem Vernehmen nach ganz aus Kassel verabschiedet haben.

Für die 300 Quadratmeter große Fläche des bisherigen China-Lokals, zu der auch ein kleiner Balkon gehört, zeichnet sich laut Königs-Galerie-Manager Gerhard Jochinger bereits eine neue gastronomische Nutzung ab: Es gebe ganz frisch eine noch informelle Vereinbarung mit einem „bekannten und sehr erfolgreichen Kasseler“, der in den Räumlichkeiten ein attraktives gastronomisches Angebot aufziehen wolle. Dafür seien zunächst Umbauten erforderlich, etwa im Spätsommer sei mit der Eröffnung zu rechnen.

Einen Namen nannte Jochinger nicht, da noch kein Vertrag unterzeichnet wurde. Auch Näheres zum gastronomischen Konzept war dem Galeriemanager nicht zu entlocken: „Wenn ich das sage, weiß es gleich jeder.“

Neue Pächter bisher nur für eins der beiden Lokale

Für die Räumlichkeiten des La Vision gibt es nach seinen Angaben bisher noch keine neuen Pächter. Die ebenfalls 300 Quadratmeter große Gastro-Fläche werde derzeit über Fachvermittler angeboten. Zusätzlich zu den etwa 100 Sitzplätzen im eigentlichen Restaurant gibt es weitere 70 Tischplätze im oberen Flanierbereich der Königs-Galerie.

Wenn die Obere Königsstraße ab 2019 fertig saniert ist, sollen beide Restaurants schöner gestaltete Außenflächen gegenüber dem Haus am Rand des Friedrichsplatzes erhalten, sagte Gerhard Jochinger.

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