Moderne Herzkathetertherapie

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Moderne Herztherapie: Stents zu setzen ist heute ein Routineeingriff.

Die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit (KHK) hat sich enorm entwickelt und ist eine Erfolgsstory der modernen Medizin

Die Fortschritte der KHK-Behandlung zeigen sich insbesondere bei der Behandlung des Herzinfarkts und der modernen Stent-Therapie. "Mit der frühzeitigen Therapie können KHK-Patienten ein nahezu so langes Leben führen wie gesunde Menschen - wenn sie sich auch auf einen gesunden Lebensstil einstellen und die Risikofaktoren konsequent behandeln", sagt Prof. Dr. Martin Höher, Chefarzt Kardiologie und Leiter der neuen Medizinischen Klinik I des Elisabeth-Krankenhauses Kassel. 

Mit seinem Team bietet er eine moderne Herzkathetertherapie auch bei komplexen Situationen und zusammen mit dem Notarztsystem eine 24h Rund-um-die Uhr Versorgung zur Herzkatheterbehandlung des Herzinfarktes an. Die KHK entwickelt sich unbemerkt und schleichend über Jahrzehnte - kleine Ablagerungen (Plaques) führen dabei langsam zu Verengungen der Herzarterien. Erst wenn der Durchmesser der Adern um mehr als die Hälfte verengt ist, verspürt der Patient bei körperlicher Anstrengung Luftnot und eine Brustenge (Angina pectoris). 

Ein Herzinfarkt ist der "lebensgefährliche Unfall" der KHK: Bricht die Plaqueoberfläche auf, wird diese von den im Blut vorbeiströmenden Blutplättchen wie eine Wunde auf der Haut mit einem Blutgerinnsel (Thrombus) abgedeckt. Ist das Gerinnsel groß genug, verstopft es das Herzkranzgefäß und schneidet einen Teil des Herzmuskels von der Durchblutung ab, mit der Folge, dass dieser Teil abstirbt. Im schlimmsten Fall führt das zum Tod.

Ballondilatation und Stent
Mit der Herzkatheteruntersuchung lässt sich die genaue Lage und Ausdehnung von Herzkranzgefäßveränderungen feststellen und gleichzeitig behandeln. Hierbei wird ein ultradünner Plastikschlauch über die Leiste oder vom Unterarm bis in die Herzkranzgefäße vorgeschoben und das verengte Gefäß mit einem Ballon aufgeweitet. Um eine erneute Engstellung zu verhindern, setzt man bei akuten Beschwerden zusätzlich eine Gefäßstütze, den Stent, ein. "Moderne Stents sind mit einem Mikrofilm beschichtet, der ein wachstumshemmendes Medikament abgibt, so dass sich diese Stelle nicht erneut verengt", erklärt der Herzspezialist. Neue blutverdünnende Medikamente verhindern zudem die Anlagerung von Blutplättchen. "Die neueste Stent-Entwicklung sind medikamentenbeschichtete Kunststoffstützen, die sich im Laufe von zwei bis fünf Jahren auflösen und so eine quasi natürliche Ader nach der Stentbehandlung erlauben. Mithilfe von speziellen dünnen Drähten und Mikrokathetern können auch komplett verschlossene Herzarterien z.B. nach früheren Infarkten wieder geöffnet werden." Dafür bedurfte es früher der Bypass-Operation. (nh)

Prof. Dr. Martin Höher

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Innere Medizin - Kardiologie
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