So viel Gewinn wie nie

GWG modernisiert für 105 Millionen Euro  Wohnungen und Häuser

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Alter Bestand: Die Häuserzeile Am Graben gegenüber der Markthalle ist Ende der 1950er-Jahre entstanden. Jetzt soll sie modernisiert und energetisch saniert werden.

Kassel. Bis zu 105 Millionen Euro investiert die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) bis 2017 in die Modernisierung ihres Bestandes. Knapp die Hälfte, 47 Millionen Euro, fließt in die energetische Sanierung, beispielsweise in bessere Heizungsanlagen und Wärmedämmung.

Heute fällt der Startschuss. Als Erstes werden 28 Wohnungen Am Graben modernisiert und teilweise umgebaut. Die Häuserzeile stammt aus den 1950er-Jahren. 4,3 Millionen Euro kostet dieses erste Projekt. Im Frühjahr 2016 soll es abgeschlossen sein. Der größte Betrag von 30 Millionen Euro fließt in die 421 Wohnungen der Heinrich-Steul-Siedlung im Stadtteil Forstfeld. GWG-Geschäftsführer Peter Ley spricht insgesamt vom größten Investitionsvolumen in der Geschichte der GWG.

Die finanziert die Modernisierung ihres Bestands zu einem großen Teil aus Mehreinnahmen durch Mieterhöhungen. Seit Juni zahlen 2600 der GWG-Mieter – das ist etwa ein Drittel – sechs Prozent mehr Miete. Die Erhöhung führt zu jährlichen Mehreinnahmen von 500 000 Euro.

Unter dem Strich sollen die Kosten für die Mieter künftig trotz Mieterhöhung nicht wesentlich steigen. Die GWG geht davon aus, dass die Energieeinsparung die Mieterhöhung fast ausgleicht. Ley: „Die Mieterhöhung wird so am Ende maximal 20 Cent pro Quadratmeter betragen.“

Die GWG ist mit 8600 Wohnungen größter Vermieter in Kassel und hat ihre Gewinne in den vergangenen Jahren kräftig gesteigert. 2012 blieben 4,2 Millionen Euro übrig, 2009 1,8 Millionen Euro. 2002 waren es nur 200 000 Euro, damals standen 645 Wohnungen leer. Die Gewinne begründet Ley damit, dass der Wohnungsleerstand komplett abgebaut worden sei. Ab 2019 zahlt die GWG jährlich 900 000 Euro von ihrem Gewinn an die Stadt, die unter dem kommunalen Schutzschirm steht. ZUM TAGE, NÄCHSTE Seite

Von Mirko Konrad

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