Am Donnerstag, 21. Oktober, wird die in Kassel gedrehte Kriminalkomödie mit Ottfried Fischer ausgestrahlt

Der Mörder und das Grimm-Erbe: Kriminalkomödie wurde in Kassel gedreht

Dreharbeiten vor dem Verwaltungsgerichtshof: Der Schauspieler Christoph M. Orth (Mitte) spielt den Museumsdirektor. Er wird von seinem Anwalt (Bertram Hilgen ) begleitet.

Kassel. Das wahre Leben bietet immer noch die besten Vorlagen. Auch für das Drehbuch von „Grimms Mördchen“, einer Folge der Pfarrer-Braun-Reihe, der vor einem Jahr in Kassel gedreht wurde und am kommenden Donnerstag, 21. Oktober, in der ARD (20.15 Uhr) ausgestrahlt wird.

Laut Drehbuch kämpfen Dr. Gauß, Direktor des Brüder-Grimm-Museums, gespielt von Christoph M. Orth, und Uni-Professor Penkofer (Ludger Pistor) erbittert um das Aufbewahrungsrecht für die bibliophilen Schätze der Grimms. Mehrere Morde werden begangen.

Um die echten Handexemplare der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm gibt es in Kassel seit Jahren eine Auseinandersetzung, die bis heute nicht geklärt ist. Sowohl die Stadt als auch das Land beanspruchen, Eigentümer der wertvollen Bände zu sein. Bei dem Streit spielte auch der echte Direktor des Kasseler Grimm-Museums eine nicht unerhebliche Rolle.

Es ist eine Auseinandersetzung, die auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen bestens bekannt ist. Kassels Stadtoberhaupt hat vor einem Jahr in „Grimms Mördchen“ eine Statistenrolle übernommen. Hilgen, der auch im echten Leben Jura studiert hat, spielt den Anwalt des Museumsdirektors. Die Szenen wurden im und vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) am Brüder-Grimm-Platz gedreht.

Hilgen hat gute Erinnerungen an die Dreharbeiten. „Alle Mitglieder des Teams sind mir ausgesprochen freundlich begegnet. Allerdings ist ein Dreh richtig harte Arbeit, es bleibt wenig Zeit für persönliche Gespräche.“ Er habe aber das Glück gehabt, dass er am gleichen Tag im Einsatz war wie Hauptdarsteller Ottfried Fischer (Pfarrer Braun) und das norddeutsche Original Peter Heinrich Brix (Kommissar Geiger). Dass Dreharbeiten so zeitaufwändig sind und die Arbeit eines ganzen Tages nur wenige Minuten Film ausmachen, habe er erst durch seine Gastrolle realisiert. Der OB ist sicher, dass die Stadt von der Ausstrahlung profitieren wird. Schließlich habe die Pfarrer-Braun-Reihe eine große Fangemeinde. Durch „Grimms Mördchen“ werde einem breiten Fernsehpublikum Kassel mit seinen einzigartigen Orten wie zum Beispiel der Löwenburg vorgestellt.

Hilgen wird sich „Grimms Mördchen“ am Donnerstag im Cineplex-Capitol anschauen. Auch Hubertus Meyer-Burckhardt hat sein Kommen zugesagt. Dem Geschäftsführer der Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft ist es zu verdanken, dass „Grimms Mördchen“ in Kassel, seiner Heimatstadt, gedreht wurde.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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