Kassels Ausländerbeirat hat sich mit neuer Spitze aufgestellt

Ausländerbeirat: Mohamed Wacays löst Kamil Saygin ab

Der neue Vorsitzende des Ausländerbeirats Kassel, Mohamed Wacays (links), und sein Vorgänger, Kamil Saygin.
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Der Neue und sein Vorgänger: Mohamed Wacays (links) folgt auf Kamil Saygin als Vorsitzender.

Der aus Somalia stammende Mohamed Wacays (Zukunftsliste Kassel) ist zum Vorsitzenden des Kasseler Ausländerbeirats gewählt worden. Er folgt auf Kamil Saygin (Gemeinschaft 2000), der dieses Amt fast 30 Jahre lang innehatte .

Kassel. Als „Institution und Pionier“ in Sachen Ausländervertretung“, würdigte Bürgermeisterin Ilona Friedrich den langjährigen Vorsitzenden des Kasseler Ausländerbeirats, Kamil Saygin, und dankte ihm für sein Engagement. Gleichzeitig beglückwünschte sie seinen Nachfolger, Mohamed Wacays. Er ist das neue Gesicht, der neue Name.

Der türkischstämmige Saygin (72) ist seit 1985 im Beirat vertreten und seit 1992 sein Vorsitzender. Zur aktuellen Wahl des Vorsitzenden war er nicht mehr angetreten. Gleichwohl wurde Saygin mit neun weiteren Beiratsmitgliedern zum Stellvertreter gewählt.

Es war eine spannende und für einige überraschende Wahl. Nicht zuletzt, weil sich für den 37 Mitglieder zählenden Beirat so viele Frauen wie nie aufgestellt hatten – rund ein Drittel der hundert Kandidaten – und 18 Frauen und Männer 19 gewählt wurden. Es gab unter den sieben Listen sogar eine neue Liste, die nur mit Frauen besetzt war, die „Democratic Women Power“, die fast 18 Prozent Stimmen holte.

Auch bei den drei Beiratsmitgliedern, die sich für den Vorsitz zur Wahl gestellt hatten, handelte es sich neben Wacays um die Frauen Maria Choutou aus Griechenland (Europa Liste) und Leila Ilkhanizadeh Mohtadi (Alternative Liste Kassel) aus dem Iran. Beim ersten Wahldurchgang kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Ergebnis zwischen Choutou und Wacays, welches der Somalier in der Stichwahl gewann.

Der 38-jährige Wacays, Familienvater von drei Kindern, arbeitet als Wachmann und Lagerlogistiker. Nach seiner Wahl versprach er: „Ich werde für die Belange aller ausländischen Bürger da sein.“

Von 32 288 Wahlberechtigten in Kassel hatten 2889 ihre Stimme abgegeben, das sind 8,95 Prozent, rund drei Prozent mehr als zur letzten Ausländerbeiratswahl.  (Christina Hein)

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