Neues Rätsel um Andreas Temme: Verfassungsschützer war mit Lübcke-Mörder befasst

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Andreas Temme 2016 vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags in Wiesbaden.

Neue Rätsel um Ex-Verfassungsschützer Andreas Temme. Der Mann, dessen Rolle beim NSU-Mord an Halit Yozgat unklar ist, hat sich mit Andreas Temme befasst, dem mutmaßlichen Mörder von Walter Lübcke.

Eine brisante Neuigkeit sorgte am Donnerstag im Innenausschuss des hessischen Landtags für Aufsehen: Andreas Temme, einst Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes, war demnach mit Stephan Ernst, dem mutmaßlichen Mörder von Regierungspräsident Walter Lübcke, „dienstlich befasst“. Dies berichtete Innenminister Peter Beuth (CDU) auf Anfrage der SPD.

Für den SPD-Landtagsabgeordneten Günter Rudolph ist damit „die Bombe geplatzt“. Es stelle sich „immer mehr die Frage, warum der Verfassungsschutz Stephan Ernst nicht mehr auf dem Schirm hatte“. In welchem Zeitraum Temme mit Ernst befasst war, ließ Beuth offen.

Temme war am 6. April 2006 in dem Internet-Café, in dem Halit Yozgat vom NSU ermordet wurde. Heute arbeitet der 52-Jährige im Kasseler Regierungspräsidium.

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