Spiegel-Bericht: Ballistische Expertise belastet Stephan Ernst schwer

Mordfall Lübcke: Tatwaffe in Erdloch auf Firmengelände in Kassel versteckt

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Der Tatverdächtige im Fall Lübcke: Stephan Ernst beim Haftprüfungstermin in Karlsruhe.

Die Waffe, mit der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in der Nacht zum Sonntag, 2. Juni, erschossen worden ist, ist offenbar identifiziert worden.

Es soll sich um einen kurzläufigen Revolver des brasilianischen Herstellers Rossi mit Kaliber .38 Spezial handeln. Das hat der Spiegel berichtet und ist der HNA aus Ermittlerkreisen bestätigt worden.

Der mutmaßliche Täter Stephan Ernst soll den Revolver nach der Tat in einem Erdloch auf dem Gelände seines Arbeitgebers in Kassel, der Firma Hübner, versteckt haben.

Fall Lübcke: Ernst führte Ermittler zu Versteck

Kriminaltechnische Untersuchungen des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes hätten ergeben, dass die Kugel, mit der Lübcke getötet wurde, aus diesem Revolver stammt. Diese ballistische Expertise belasten Ernst schwer, der mittlerweile sein Geständnis zurückgezogen* hat.

Zu dem Waffenversteck im Industriegebiet Waldau hatte Ernst die Ermittler selbst vor drei Wochen geführt. Neben dem Revolver sollen dort weitere Waffen vergraben worden sein, unter anderem eine Maschinenpistole und eine Pumpgun.

Bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe, die die Ermittlungen im Mordfall Lübcke* führt, wollte man sich dazu nicht äußern. Sprecher Markus Schmitt: „Wir sagen zu den aktuellen Ermittlungen nichts.“

Lesen Sie dazu: Demo der Rechten darf am Samstag in Kassel stattfinden*

Von Ulrike Pflüger-Scherb und Florian Hagemann

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