Ermittlungen laufen weiter

Mordfall Lübcke: Warten auf Geständnis von Stephan Ernst

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Der ehemalige Regierungspräsident Walter Lübcke wurde im Sommer 2019 ermordet.

Die Anklage gegen Stephan Ernst, den mutmaßlichen Mörder von Regierungspräsident Walter Lübcke, wird nach Informationen unserer Redaktion wohl erst im neuen Jahr erfolgen.

  • Der mutmaßliche Täter Stephan Ernst wird sich wohl erst im neuen Jahr zum Mordfall Lübcke äußern
  • Eine Kasseler Brücke soll womöglich nach Walter Lübcke umbenannt werden
  • Das Ermittlungsverfahren im Mordfall Lübcke läuft weiter

Die Anklage gegen Stephan Ernst, den mutmaßlichen Mörder von Regierungspräsident Walter Lübcke, wird nach Informationen unserer Redaktion wohl nicht mehr in diesem Jahr erfolgen.

Mordfall Lübcke: Anwalt kündigt Geständnis an 

Die Bundesanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern, allerdings hatte der Verteidiger von Stephan Ernst zuletzt ein erneutes Geständnis seines Mandanten angekündigt. 

Ein Zeitpunkt dafür ist bislang noch nicht bekannt. Dass sich Ernst allerdings in diesem Jahr noch äußert, ist sehr unwahrscheinlich. Zudem ist davon auszugehen, dass die Anklage erst dann erfolgen wird, wenn das neue Geständnis vorliegt.

Mordfall Lübcke war das Thema 2019

Der Mord an Walter Lübcke war das beherrschende Thema 2019. Dazu passt, dass die Diskussion um die Umbenennung der Karl-Branner-Brücke in Walter-Lübcke-Brücke neue Nahrung erhält. 

Die Brücke verbindet die Unterneustadt mit der Innenstadt und ist nach dem früheren Kasseler Oberbürgermeister Karl Branner benannt, obwohl Forscher Verstrickungen Branners in die Nazi-Ideologie aufgedeckt hatten.

Diskussion um Brücke nach Mordfall Lübcke

Nach dem Mord an Walter Lübcke hatte es den Vorschlag gegeben, sie nach Walter Lübcke zu benennen. Nun gibt es mit dem Ortsbeirat Mitte ein zweites Stadtteilgremium, das sich dafür ausspricht, den Namen der Brücke zu ändern – ohne sich allerdings konkret auf einen Vorschlag festzulegen.

Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) hatte bereits im Juni gesagt, dass er Lübcke stets sehr geschätzt habe. Daher könnte man sicher auch über eine posthume Würdigung seiner Person nachdenken. Nur sollte ein solches Vorgehen nicht übereilt erfolgen, so Geselle. 

Mordfall Lübcke: Ermittlungen laufen

„Zudem gibt es ein laufendes Ermittlungsverfahren, das es abzuwarten gilt.“ An dieser Stellungnahme vom Juni habe sich aktuell nichts geändert, so ein Sprecher der Stadt.

Unterdessen ist beim Schützenclub Sandershausen Normalität eingekehrt. Der Niestetaler Verein war in die Schlagzeilen geraten, weil Ernst und der Mitangeklagte Markus H. dort jahrelang Mitglieder waren. Beide haben in Sandershausen allerdings nie zusammen trainiert, wie der Vorstand nun versichert.

Bereits Ende November hatte Stephan Ernst ein neues Geständnis angekündigt.

Schon 2009 galt Stephan Ernst laut einem Aktenvermerk als "brandgefährlich".

Stephan Ernst war nicht nur im Schützenverein Sandershausen aktiv, sondern auch als Gast bei der Schützengesellschaft 1553 Grebenstein.

Haftbefehl gegen einen Komplizen aufgehobenWendung im Mordfall Walter Lübcke: Der Bundesgerichtshof hat den Haftbefehl gegen Elmar J. aufgehoben - ihm war vorgeworfen worden, die Waffen für Stephan E. besorgt zu haben.

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