Wahl zum Parteivorsitz

Samstag betritt die SPD Neuland

Gemeinsamer Wahlkampf: 2006 unterstützte Anke Bergmann die Kandidatur von Uwe Frankenberger. Beim Parteitag kämpfen nun beide um den Vorsitz in der Kasseler SPD. Archivfoto: Herzog

Kassel. Zum ersten Mal können die knapp 1500 Mitglieder der Kasseler SPD direkt entscheiden, wer künftig an der Spitze der Partei steht.

Beim Parteitag des Unterbezirks Kassel-Stadt werben am Samstag Anke Bergmann und Uwe Frankenberger ab 9 Uhr im Philipp-Scheidemann-Haus an der Holländischen Straße für sich als neue Parteichefs.

Bisher haben darüber immer Delegierte entschieden, die aus den 21 Ortsvereinen entsendet worden sind. Dieses Modell hat die SPD im vorigen Sommer per Satzungsänderung abgeschafft und Parteitage für Mitglieder geöffnet.

Die Genossen betreten Neuland und sind dementsprechend gespannt. Angekündigt haben ihr Kommen bei SPD-Geschäftsführer Norbert Sprafke etwa 190 Mitglieder. Sonst hätten von den 200 Delegierten immer etwa 140 an den Parteitagen teilgenommen. Um planen zu können, hatte die Partei im Vorfeld um Anmeldung gebeten. Gleich dreimal seien alle Genossen deswegen angeschrieben worden, so Sprafke.

Prognosen, ob Bergmann oder Frankenberger gewählt wird, traut sich kaum jemand zu. Viele erwarten ein knappes Ergebnis – „es steht 50 zu 50“, heißt es häufig. Weitere Bewerber sind nicht bekannt, was nichts heißen muss. Denn spätestens beim Parteitag selbst könnten Interessenten ihren Hut noch in den Ring werfen.

Chancen dürften neue Bewerber aber kaum haben. Seit Wochen tingeln Bergmann und Frankenberger durch Ortsvereine sowie Parteigremien und stellen sich vor. Beide beschreiben die Atmosphäre dabei als durchaus angenehm.

Gemeinsam Wahlkampf zu machen, ist ihnen nicht fremd. Uwe Frankenberger ist seit Jahren Landtagsabgeordneter für den Kasseler Westen und Anke Bergmann seine Ersatzkandidatin. Mehrfach hat sie ihn bei Wahlkämpfen unterstützt.

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