Viele Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes legen am Donnerstag in Kassel die Arbeit nieder

Morgen ist Streik: Keine Trams, keine Müllabfuhr, kaum Busse

Kassel. Der für den morgigen Donnerstag angekündigte ganztägige Warnstreik der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst wird große Auswirkungen haben. So fahren keine Straßenbahnen und Busse der KVG - außerdem bleiben Behörden, städtische Kitas und Schwimmbäder geschlossen. Ein Überblick.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat zu der Arbeitsniederlegung aufgerufen. Sie fordert 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat. Dafür werden die Beschäftigten gegen 10 Uhr mit einer einstündigen Kundgebung vor dem Rathaus demonstrieren. Bereits ab 8.45 Uhr und nach der Kundgebung werden Demonstrationszüge in der Innenstadt für Verkehrsbehinderungen sorgen.

Im Altkreis Kassel rechnen die meisten Kommunen nicht mit Streiks. In Fuldatal bieten die Kindertagesstätten lediglich einen Notdienst. Baunatal will mit Notfallplänen auf Arbeitsniederlegungen in der Stadtverwaltung reagieren.

Öffentlicher Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr wird in Kassel weitgehend zum Erliegen kommen. Straßenbahnen und Busse der KVG rücken morgens gar nicht erst aus den Depots. Es fahren aber die Busse der privaten Unternehmen RKH, HLB und Surf. Die Regiotram fährt vom Umland nur bis Hauptbahnhof. Deutsche Bahn und Cantus sind vom Streik nicht betroffen.

Kindertagesstätten

Die 30 städtischen Kindertagesstätten werden morgen nur mit einem Notdienst bestückt sein. Die 45 privaten sowie die konfessionellen Kindertagesstätten haben regulär geöffnet.

Öffentliche Einrichtungen

Zahlreiche Einrichtungen bleiben geschlossen, auch das Stadtbad Mitte und das Hallenbad Süd. Ebenfalls geschlossen bleibt das Kundenzentrum von KVG und Städtischen Werken in der Kurfürstengalerie.

Müllentsorgung

Die Stadreiniger stellen ihre Arbeit vollständig ein. Alle Einrichtungen bleiben geschlossen. Der Müll wird dann mit einem Tag Verspätung abgeholt.

Klinikum Kassel

Auch die Gesundheit Nordhessen Holding wird bestreikt. Die Notfallversorgung sei aber gesichert, sagt Personalvorstand Birgit Dilchert. Über die Verschiebung von planbaren Untersuchungen würden die Patienten – insofern möglich – informiert.

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