Marktplatz: Motorisiertes Dreirad sucht neuen Besitzer

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Seltene Momente: Vater Michael Engert und Sohn Niklas auf der Peugeot Metropolis

Mit Wehmut blickt Michael Engert auf seine Peugeot Metropolis RS – das dreirädrige Motorrad hat er sich erst im vergangenen Jahr gekauft und will sich nun bereits wieder davon trennen.

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Marktplatz: Motorisiertes Dreirad sucht neuen Besitzer

„Eigentlich habe ich die Maschine gekauft, um mit meinem Sohn Niklas oder meinen Freunden am Wochenende eine schöne Ausfahrt zu unternehmen“, sagt Engert, der aber feststellen musste, dass dafür immer weniger Zeit blieb. „Ich habe damit schon einige traumhafte Touren unternommen, insbesondere mit meinen Freunden, die alle Dreiräder fahren“, erläutert Engert. Im Gegensatz zu seinen Freunden, die allesamt auf dem Piaggio Dreirad-Motorrad unterwegs sind, ist Engerts Peugeot eine echte Seltenheit auf den Straßen in der Region. „Die Piaggio ist bekannt, die Peugeot Metropolis sieht man so gut wie gar nicht auf unseren Straßen. Damit zieht man überall die Blicke auf sich, das Schmuckstück ist ein echter Hingucker“, sagt der Besitzer, der langsam ins Schwärmen gerät.

Elegante Erscheinung

Das futuristische Design in Grau und Mattschwarz verleiht der Maschine einen eleganten Look. Die kleinen Details, wie die ausklappbaren, flügelartigen Fußrasten für den Beifahrer belegen, dass hier bei aller Funktionalität auch die Optik nicht außer Acht gelassen wurde. Das Dreirad vereint die Beinfreiheit eines Rollers mit dem Fahrgefühl eines Motorrads. Die Räder der Vorderachse lassen sich dank zweier Dreieckslenker, zweier Dämpfer und einer Hydraulikfeder unabhängig schräg stellen, sodass immer genug Grip und Schräglage gegeben sind. „Die Sitze, insbesondere der Sozius, sind sehr bequem und ideal für längere Touren. Überhaupt lässt sich mit der Maschine ganz hervorragend cruisen“, findet Engert, der nach eigenem Bekenntnis ein echter Fan seines Dreirads geworden ist. „Und Dreirad bin ich als Kind schon gerne gefahren“, fügt er mit einem Augenzwinkern an.

Tolles Fahrgefühl

Im Vergleich zu einem Kinderdreirad ist man mit der Peugeot Metropolis mit einem Hubraum von 400 Kubikzentimetern etwas sportlicher unterwegs. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 145 Stundenkilometern und auch bei höheren Geschwindigkeiten bietet die Peugeot ein „traumhaftes Fahrgefühl, sobald man sich an die drei Räder gewöhnt hat“, schwärmt der Besitzer, der keinen Hehl daraus macht, dass es sich bei dem Dreirad um ein reines Spaßfahrzeug handelt. Zwar kann man damit auch seine Einkäufe erledigen, denn neben dem rollertypischen Fach unter dem Sitz gibt es einen kleinen Kofferraum sowie ein Handschuhfach, dennoch ist der Stauraum naturgemäß begrenzt. Allerdings lässt sich die Peugeot Metropolis mit zusätzlichen Cases für mehr Laderaum und längere Fahrten problemlos erweitern. Auch im dichtesten Stadtverkehr ist man mit dem Dreirad zügig unterwegs, die Parkplatzsuche gehört der Vergangenheit an. Richtig Spaß macht die Maschine aber auf freier Strecke, etwa bei einer Ausfahrt über Land.

Mit dem Smart-Key in der Tasche lässt sich die voll elektronisch ausgestattete Metropolis bequem per Knopfdruck starten, auch der Druck der Reifen wird ständig elektronisch überprüft. Für das Dreirad benötigt man keinen Motorradführerschein, ein alter Klasse-3- oder ein Klasse-B-Führerschein – sofern die Prüfung vor der Novelle vom Januar 2013 abgelegt wurde – reichen, um die Maschine zu steuern.

Für sein scheckheftgepflegtes Schmuckstück sucht Michael Engert nun schweren Herzens einen neuen Besitzer, am liebsten wäre ihm ein Liebhaber und Dreirad-Fan wie er selbst einer ist. Das Motorrad wurde 2014 erstmals zugelassen, Engert hat es 2016 aus erster Hand vom Händler gekauft. Bisher ist die Maschine rund 5.500 Kilometer gelaufen. Der Neuwert der Peugeot Metropolis RS liegt bei 9200 Euro, Michael Engert ist bereit, sich für 4950 Euro davon zu trennen. Von Peer Bergholter

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