Event am 3. September

Museumsnacht: Mehr als 400 Programmpunkte warten auf die Besucher

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Besucherandrang: Wie bei einer kleinen Völkerwanderung waren im vergangenen Jahr Museumsnacht-Besucher vom Kulturbahnhof über die Kunsthalle Fridericianum (unser Foto) bis hin zur Orangerie unterwegs.

Kassel. Das größte Risiko für die Besucher der Kasseler Museumsnacht am Samstag, 3. September, liegt darin, etwas zu verpassen. Deshalb rät der Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Professor Rainer Sörries, zur Vorbereitung auf die Nacht, die in diesem Jahr unter dem Motto „Risiko“ steht.

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„Es lohnt sich, das Programm vorher durchzulesen“, sagt Sörries, „weil es so viele spannende Dinge gibt“. Über 40 Museen und Kultureinrichtungen in der Stadt bieten zwischen 17 und 1 Uhr über 400 Einzelveranstaltungen, darunter Ausstellungen, Führungen, Lesungen, Kinderaktionen und Performances. Kunstprojekte überall in der Stadt, illuminierte Fassaden und Musik im Freien sollen die Spätsommernacht zu einem besonderen Kulturerlebnis machen.

Weitere Infos zur Museumsnacht gibt es auf www.museumsnacht.de

Auf die Besucherkritik im Vorjahr an zu wenigen Führungen haben die Veranstalter - städtisches Kulturdezernat, Museumslandschaft Hessen Kassel, Museum Fridericianum und Museum für Sepulkralkultur - reagiert und verstärkt Kurzführungen in das Programm aufgenommen. Diesmal gibt es statt 120 annähernd 160 Führungen, darunter auch Angebote in türkischer, russischer und französischer Sprache.

Die Museumsnachts im RegioWiki.

Rund um die Löwenburg soll diesmal noch besser darauf geachtet werden, dass geparkte Autos nicht die Pendelbusse der KVG behindern, wie das im vergangenen Jahr viele Besucher zu spüren bekamen, die vergeblich auf einen Bus warteten. Appell der Veranstalter: Es gibt in der Nähe fast aller Ausstellungsorte Parkplätze. Bitte lassen Sie dort ihren Wagen stehen und nutzen die Trams und Busse, die die Museen anfahren. Der Fahrpreis für die öffentlichen Verkehrsmittel ist im Preis des Museumsnachttickets (neun Euro, ermäßigt sechs Euro) bereits enthalten.

Weil viele Museen und Kultureinrichtungen schon früher als 17 Uhr öffnen, kann man Busse und Bahnen bereits ab 13 Uhr mit dem Museumsticket benutzen. Nach 1 Uhr nachts übernehmen die Trams und Busse der Nachtschwärmer-Linien den Betrieb und bringen die Besucherinnen und Besucher sicher nach Hause. Auch hier kann das Museumsticket genutzt werden. Es gilt für den Bereich "Kassel plus", also: Stadt Kassel, Ahnatal, Baunatal, Calden, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Habichtswald, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal, Schauenburg, Staufenberg und Vellmar. Unter www.kvg.de gibt es auch Hinweise auf einen Museumsnacht-Bus, der vom KulturBahnhof zum Technik-Museum in der Wolfhager Straße fährt. (ach)

Service zur Museumsnacht

Öffnungszeit: 17 bis 1 Uhr, Kinderprogramm von 17 bis 20 Uhr.

Programm: Das Programmheft ist in Museen, Kultureinrichtungen und den Vorverkaufsstellen erhältlich. Auf der Website www.museumsnacht.de ist das Heft ebenfalls online verfügbar. Das Kinderprogramm finden Sie hier.

Museumsnacht-Ticket: Das Museumsnacht-Ticket für 9 Euro berechtigt am 3. September 2011 zum Eintritt in alle beteiligten Museen und Kultureinrichtungen und zur Fahrt mit Bus, Tram und RegioTram im KasselPlus-Gebiet von 13 Uhr bis zum Betriebsschluss. Drei Kinder unter 12 Jahren fahren kostenlos mit.

Ermäßigung: Das ermäßigte Museumsnacht-Ticket für 6 Euro gibt es bei Vorlage eines Berechtigungsnachweises für: Schüler/innen, Auszubildende und Studierende, Bundesfreiwilligendienst-Leistende, Wehr- und Zivildienst-Leistende, FSJ- / FÖJ- / FKJ-Leistende, Arbeitslose, Sozialhilfe- oder ALG II-Empfänger/innen, Rentner/innen und Schwerbehinderte (ab 70%).

Impressionen von der Museumsnacht 2010

Museumsnacht Kassel

Busse und Trams fahren zusätzlich

Mit einem erweiterten Angebot bringt sich auch in diesem Jahr die KVG als Partner der Museumsnacht ein. Ohne die KVG-Mitarbeiter liefe die Nacht, in der wieder Zigtausende unterwegs sein werden, nicht reibungslos rund. „Die KVG ist ein zuverlässiger und unverzichtbarer Partner“, sagt Kulturamtschefin Dorothée Rhiemeier.

Mit dem Museumsnacht-Bus (Mu-Na-Bus E 16) gibt es am Samstag, 3. September, eine Erweiterung des Angebots. Neu ist, dass die Route des Busses, der bislang zwischen der Orangerie in der Karlsaue und dem Kulturbahnhof pendelte, am Samstag bis zum Technik-Museum an der Wolfhager Straße verlängert wird.

Wie in den vorigen Museumsnächten bieten KVG und NVV zahlreiche Zusatzverkehre sowie spezielle Bustransfers zu abgelegenen Ausstellungsorten an. „Bis zu 13 Mitarbeiter arbeiten zusätzlich“, sagt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Zehn Trams und fünf Busse sind zusätzlich im Einsatz und auf mehreren Linien sowie als Nachtschwärmer fährt die KVG mit Gelenkbussen.

Sonderfahrplan-Infos an den Haltestellen und im Internet: www.kvg.de; Individuelle Infos erhalten Fahrgäste am 3. September bis 2.30 Uhr am NVV-Service-Telefon unter: 0180 / 234 01 80 (6 Cent pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Mobilfunkpreise max. 42 Cent pro Minute).

Grimm-Welt präsentiert sich

Als ein „Projekt im Stadtraum“ wird es zur Museumsnacht wieder „Tramtexte“ geben, die ab 18 Uhr in der historischen Straßenbahn neben der Stadthalle vorgelesen werden. Am Weinberg, Eingang Weinbergstraße, wird außerdem ab 17 Uhr die entstehende Grimm-Welt visualisiert. Vom Rainer-Dierichs-Platz aus gibt es ab 16, 17.30 und 19 Uhr Busrundfahrten zu 7000-Eichen-Standorten,

Das Open-Air-Kino zeigt im Hof des Dock 4 ab 20.30 Uhr Kurzfilme zum Thema Risiko. Unter anderem gibt es ab 19 Uhr eine Führung durch das documenta-Archiv, Untere Karlsstraße 4.

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