Am 7. September ist es nach documenta-Pause wieder so weit – Erstmals gibt es eine App für Smartphones

Museumsnacht im Welterbe

Musik und abendliche Beleuchtung: Schloss Wilhelmshöhe und der Bergpark nehmen erstmals als Weltkulturerbe an der Kasseler Museumsnacht teil. Archivfoto:  Fischer

Kassel. Kassel ist in diesem Jahr ein Erlebnis. Und schon kündigt sich das nächste Ereignis an: Nach einem Jahr Pause wegen der documenta 13 findet am Samstag, 7. September, wieder die Kasseler Museumsnacht statt.

? Gibt es im Jahr des 1100. Stadtjubiläums ein besonders Motto?

!Bei der Museumsnacht soll nicht nur die Geschichte lebendig werden: „Visionen“ lautet deshalb das diesjährige Motto. Dabei gehen Museen und Kultureinrichtungen beispielsweise der Frage nach, wer die Künstler, Erfinder, Entdecker, Reformer und Sammler waren, die das Stadtbild geprägt haben oder deren Werke in Kasseler Sammlungen zu sehen sind. Vergangene und gegenwärtige Visionen für die Zukunft Kassels sollen ins Licht rücken.

? Gibt es dafür ein konkretes Beispiel?

!Im Südflügel des Kulturbahnhofs sollen die Pläne für den Neubau für die Grimm-Welt vorgestellt werden. „Daran haben wir in den vergangenen zwei Jahren hart gearbeitet“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen gestern bei einer Pressekonferenz zur Museumsnacht im Museum für Sepulkralkultur.

? Was macht die Museumsnacht noch besonders?

!Auch die wiedereröffnete Neue Galerie und das frisch sanierte Palais Bellevue mit dem Brüder-Grimm-Museum laden wieder nachts ins Museum. Zudem engagiert sich die junge Kreativszene der Stadt. So sind die neue Ausstellungsfläche der Kunsthochschule am Kulturbahnhof „Interim“ sowie die von Studierenden betriebene Plattform für junge Künstler „Tokonoma“ und der „Raum für urbane Experimente“ in der Südstadt mit dabei. Die Landesausstellung „Expedition Grimm“ in der documenta-Halle wird noch zu sehen sein. Und beim Video Walk der Künstler Janet Cardiff und George Bures Miller lebt im Kulturbahnhof noch einmal die documenta 13 auf. Ebenfalls im Kulturbahnhof werden Fotografien von Industriearbeitern des verstorbenen Kasseler Fotografen Dieter Schwerdtle zu sehen sein.

? Wer wird bei der Museumsnacht mitmachen?

!42 Museen und Kultureinrichtungen machen mit – und hoffentlich viele Besucher. An drei Standorten, nämlich am Schloss Wilhelmshöhe, dem frisch gekürten Welterbe, an der documenta-Halle und an der Orangerie, wird es Live-Musik und Gastronomie-Angebote geben. Das verspricht Kunstgenuss und Unterhaltung.

? Wann geht es los und was erwartet die Besucher?

!Am 7. September öffnen die Museen und Kultureinrichtungen von 17 bis 1 Uhr. Für Kinder wird es bis 20 Uhr viele Mitmachangebote geben. Auch geführte Rundgänge (mitunter für Familien) und über 300 Einzelveranstaltungen wie Filme, Aktionen, Performances, Kunstprojekte im Stadtraum und mit Licht in Szene gesetzte Museumsfassaden sind geplant.

? Wie erfährt man mehr über das Programm?

!Das komplette Programm wird am 8. August veröffentlich. Dann beginnt auch der Vorverkauf. Zum ersten Mal wird es eine Museumsnacht-App für das Smartphone geben. Auch diese findet man unter www.museumsnacht.de

? Was kostet das Museumsnacht-Ticket?

!Das Museumsnacht-Ticket kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro (bis 12 Jahre kostenlos) und berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Museen und Einrichtungen sowie bereits ab 13 Uhr zur Fahrt mit Bus, Tram und Regiotram im Kassel-Plus-Gebiet.

? Was kostet die Museumsnacht?

!Rund 150 000 bis 160 000 Euro wird das Kulturereignis kosten, sagt Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier. Das Engagement der Kooperationspartner lasse sich freilich nicht beziffern. Und Bürgermeister Hilgen dankt vielen treuen Sponsoren. (hei)

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